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Logistik für I-Phone und I-Pad I-Phone 5: Hat Apple die beste Supply Chain der Welt?

| Autor / Redakteur: Robert Weber / Jürgen Schreier

Sie stehen vor den Apple-Stores, übernachten mit dem Schlafsack auf der Straße vor dem Laden und warten auf das neue I-Phone 5. Die Fans des US-Konzerns sind hart im Nehmen. So viel Begeisterung freut die Entwickler. Für alle die, die nicht campieren wollen, hat Apple seine Logistik für die Auslieferung des I-Phone 5 optimiert.

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Das Ziel der Applefans: Die Apfelshops finden sich mittlerweile in jeder großen Stadt auf der Welt.
Das Ziel der Applefans: Die Apfelshops finden sich mittlerweile in jeder großen Stadt auf der Welt.
(Bild: Brandon Daniel unter CC BY-SA 2.0-Lizenz, wikicommons)

Es war einen Versuch wert: Siri, die nette Computerstimme aus dem I-Phone 4s des Kollegen der „Elektronikpraxis“ sollte uns erklären, was eine Supply Chain ist. Doch die Intelligenz hatte ein Problem: Der Begriff war dem sprechenden Telefon unbekannt. Siri bot im Gegenzug an, im Internet nach „sogleichtschiang“ zu suchen Das half uns nicht viel weiter. Fest steht: Die Apple-Produkte selber haben mit Supply Chains erstmals nichts am Hut.

Experten rechnen mit 45 bis 50 Mio. verkauften I-Phone 5 in drei Monaten

Anders bei den Frauen und Männern von Apple in Kalifornien. Für die geht ohne das Management der Wertschöpfungsketten nichts mehr. Denn der Produktstart des neuen I-Phones 5 wird wohl in die Geschichtsbücher der Supply Chain Manager eingehen. Warum? Weil es Apple schafft, innerhalb kürzester Zeit seine Kunden, die vor den Apple-Shops übernachten und sehnsüchtig auf das Telefon warten, zu bedienen.

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In Zahlen heißt das: Bis Ende September 2012 lieferte das Unternehmen das Smartphone in 31 Ländern aus. Bis Ende es Jahres sollen es 100 Staaten sein, schreibt die amerikanische Onlinezeitung „Huffingtonpost“ Das, so die US-Kollegen, seien 30 Staaten mehr als beim I-Phone 4s im vergleichbaren Zeitraum. Insgesamt sollen 240 Mobilfunkanbieter in die Supply Chain eingebunden sein. Der Zeitplan ist und war straff:

Am 12. September 2012 stellte Apple-CEO Timothy D. Cook die Neuentwicklung vor, zwei Tage später startete die Vorbestellphase, am 21. September 2012 wurden erste Produkte in die USA, nach Kanada, Frankreich, Deutschland, Australien, Japan, Hong Kong und Singapur versandt und am 28. September 2012 folgten 20 weitere Staaten, heißt es in einem Bericht von „Zdnet“. Analysten rechnen mit 45 bis 50 Mio. verkauften Exemplaren in drei Monaten.

Apple buchte in der Vergangenheit massiv Luftfrachtkontingente

Dafür braucht es Wissen in den Prozessen. Diese Logistikkompetenz lässt sich der Apfel-Konzern was kosten. Schon bei dem Launch des neuen I-Pad 3 im Frühjahr dieses Jahres setzte man auf schnelle Lieferwege: Der US-Blog „Business Insider“ berichtete damals, dass das Unternehmen unter anderem den deutschen Logistikdienstleister DHL damit beauftragt habe, das Tablet mit Retina Display auszuliefern.

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