Toyota-Produktionssystem

IFA öffnet sein Production Training für Einzelpersonen

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Logistik ohne großen Aufwand verbessern

Was man in der Lean Production deshalb nicht findet, sind „Kisten mit einem Laufzettel und zehn bearbeiteten Teilen darin und jemand, der mit einem Inventarzettel herumläuft und guckt, wo Schrauben fehlen“, so Frädrich. Die Alternative? Spätestens in der vierten Spielrund, der letzten eines Production Trainings, wissen die Mitspieler, wie es mit einfachen Mitteln besser geht.

Jeder, der Schrauben verbraucht, hat zwei Behälter mit anfangs gleicher Anzahl Schrauben am Arbeitsplatz stehen und leert nur einen Behälter. Steht schließlich ein leerer Behälter am Arbeitsplatz, signalisiert er: Hier wird Nachschub gebraucht. Und ein bearbeitetes Teil steht im sogenannten „One-Piece-Flow“ der nächsten Bearbeitungsstation sofort zur Verfügung. So kann außerdem schneller auf Kundenbedarf reagiert werden.

Partner mit langjähriger Erfahrung bei Lean Production

Natürlich ist es nicht einfach, eine ganze Produktion auf solche Prinzipien umzustellen — aber es funktioniert. Toyota hat es bewiesen, und in Deutschland steht der Name „Festool“ für den Erfolg — und übrigens auch auf den Akkuladegeräten, die in der Montageeinheit des Production Trainings zusammengebaut werden.

Festool, das schwäbische Unternehmen für Elektrowerkzeuge, hat mit dem IFA zusammen die „Spielstation“ entwickelt. In seiner Fabrik setzt es die Methoden seit zehn Jahren selbst konsequent in die Praxis um.

Erste Erfahrung in praxisnaher Umgebung sammeln

Mit den beiden nächsten Production-Training-Terminen betritt das IFA Neuland. Bislang haben Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum die Trainings exklusiv für eigene Mitarbeiter gebucht. Institutsleiter Prof. Peter Nyhuis erklärt das neue Angebot: „Wir gehen davon aus, dass auch die Geschäftsführerin oder der Produktionsleiter kleinerer Unternehmen Interesse an den Methoden und Potenzialen der Toyota-Produktion haben. Wir bieten ihnen an, erste Erfahrungen in einer praxisnahen Umgebung zu machen — ganz ohne unternehmerisches Risiko.“

Die beiden ersten offenen Trainings kosten pro Person 540 Euro und finden am 27./28. August und am 26./27. November 2009 statt. Anmeldeschluss ist jeweils einen Monat vorher.

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