Supply Chain Visibility

Integrierte Lieferkette erhöht Transparenz bei Migros

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Die neue Infrastruktur ist eine Investition, die sich gelohnt hat. „Wir können wesentlich flexibler mit Warenbewegungen umgehen – und in der Folge viel feiner kommissionieren”, erläutert Beat Huber, Bereichsleiter Warenlogistik der Genossenschaft Migros Ostschweiz. EPCIS liefert dazu dem automatischen Bestellsystem die nötigen aktuellen und genauen Informationen und sorgt für lieferabhängige Buchungen der Bestände, zum Beispiel bei Eintreffen der Ware in der Filiale.

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Und: Die Echtzeitinformationen über den von Quibiq implementierten Biztalk-Server gewährleisten die lückenlose Rückverfolgbarkeit von Produkten. Dank EPCIS weiß die Migros Ostschweiz jederzeit genau, welches Objekt sich wo und wann zu welchem Zweck befindet, und kann die Prozesse in der Supply Chain entsprechend exakt und optimiert aussteuern. Dies hilft zum einen dabei, Lieferdifferenzen zu vermeiden, Fehl- und Falschlieferungen sowie Mengenschwankungen zu erkennen und das Fehlerhandling zu verbessern. „Damit erzielen wir eine optimierte Auslastung unserer automatischen Anlagen und Lkw-Kapazitäten“, ergänzt Daniel Balmer, Bereichsleiter Transportlogistik, den Nutzen der neuen Lösung. Zum anderen schaffen die stets verfügbaren Daten über den Waren-, Belieferungs- und Palettenstatus Vertrauen und Sicherheit entlang der ganzen Wertschöpfungskette – ein Aspekt, der nicht nur dem Händler und seinen Lieferanten, sondern letztlich natürlich auch den Endkunden zugutekommt.

Nationales Roll-out in der nahen Zukunft geplant

Die Entscheidung des Migros-Genossenschaftsbundes zur Erhöhung der Supply Chain Visibility erweist sich daher im Rückblick als zukunftssichere Investition – und soll in den kommenden Monaten weiter ausgebaut werden. Wurde das neue Warennachverfolgungssystem zunächst für das Segment Fleisch und Wurst implementiert, wird in einem nächsten Schritt nun auch die gekühlte Kommissionierung – zum Beispiel Joghurt, Milch und Käse – in die EPCIS-Plattform integriert.

Gleiches gilt für die täglich frischen Convenience-Produkte. Der volle Mehrwert des Systems ergibt sich jedoch erst, wenn die durchgängig vernetzte Supply Chain über die Grenzen der Migros Ostschweiz auch auf nationaler Ebene und damit für alle Partner der Migros-Gemeinschaft und darüber hinaus nutzbar wird. Ein eigenes Kompetenzcenter soll dabei helfen, das mittelfristige Ziel zu erreichen: eine die gesamte Migros-Supply-Chain umfassende Transparenz – von der Industrie über die Verteilzentren bis in die Genossenschaften – über Mengen und Warenbewegungen. Quibiq wird dabei weiterhin als Implementierungspartner zur Seite stehen und die zugrunde liegende Biztalk-Server-Architektur robust und administrationsfreundlich auf den neuen Bedarf ausrichten. ■

* Sandra Meyer ist IT-Journalistin für die Wordfinder Ltd. & Co. KG in 22869 Schenefeld. Weitere Informationen: Quibiq GmbH in 70565 Stuttgart, Tel. (07 11) 9 97 65-0, stuttgart@quibiq.de

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