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Entscheidend ist der richtige Transfer der Lean-Prinzipien

Entscheidend ist der richtige Transfer der Lean-Prinzipien auf die eigene spezielle Unternehmenssituation. So zeichnet sich beispielsweise der größte Teil unserer eher mittelständisch geprägten Industrie durch folgende Merkmale aus:
Viele Varianten mit geringem Volumen, starke Marktschwankungen, geringe Nachfragemacht bei Lieferanten, eher geringe Managementressourcen. Diese Situation weicht durchaus von einem Automobilhersteller ab.
Klassischer Lean-Ansatz aus dem Toyota-Produktionssystem
Hier muss der aus dem Toyota-Produktionssystem abgeleitete klassische Lean-Ansatz mit anderen Elementen, z.B. aus dem Supply Chain Management (SCM), kombiniert werden, um zur bestmöglichen Lösung zu kommen.
Ein Beispiel dafür ist die Koordination der Wertschöpfungskette. Der klassische Lean-Ansatz stützt sich bei der Umsetzung des Just-in-Time-Prinzips (JIT) ganz wesentlich auf Pull-Systeme, um eine bedarfssynchrone Produktion zu erreichen. Je höher die Teilevielfalt und je unstetiger das Verbrauchsverhalten ist, desto ungünstiger wirkt sich jedoch eine Pull-Steuerung auf Bestände, Verfügbarkeit, Produktivität und Komplexitätskosten aus.
Typischerweise finden wir bei dem oben beschriebenen Unternehmens- typ immer eine Mischung aus Produkten mit eher stetigem und eher volatilem Verbrauchsverhalten. Der Schlüssel liegt hier in einer geeigneten Segmentierung der Wertströme und dem hybriden Einsatz dezentraler Supermarkt-Pull-Systeme und moderner softwaregestützter Planungs- und Steuerungsverfahren aus dem Supply Chain Management.
Supply Chain Management als Lean-Treiber
Generell zielt Supply Chain Management darauf ab, durch eine bessere Koordination der Wertschöpfungskette sowie eine verstärkte Kollaboration der verschiedenen Supply-Chain-Partner die inner- und überbetrieblichen Material-, Informations- und Finanzflüsse zu beschleunigen und deutliche Leistungssteigerungen zu erzielen.
Dabei kann es sich beispielsweise um eine höhere Produktverfügbarkeit, kürzere Lieferzeiten, niedrigere Kapitalbindung oder geringere Produktions- und Logistikkosten handeln. SCM setzt hier in hohem Maße auf eine Veränderung der Geschäftsprozesse in Verbindung mit softwaregestützten Werkzeugen.
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