Studie
Lieferkettengesetz hemmt Innovationen in Handel, Transport und Logistik

Von Ronny Winkler * 4 min Lesedauer

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Daten- und Klimaschutz sowie das Lieferkettengesetz haben im Vergleich zu den anderen Regularien die größten Auswirkungen auf den deutschen Mittelstand. Das zeigt die aktuelle Studie „Deutscher Mittelstand im Regulierungskorsett“ von Proalpha – einem der führenden Anbieter von ERP-Softwarelösungen für die mittelständische Fertigungsindustrie.

Wie könnte die Politik Unternehmen (mehr) unterstützen?(Bild:  Proalpha)
Wie könnte die Politik Unternehmen (mehr) unterstützen?
(Bild: Proalpha)

Während die befragten Mittelständler das deutsche Klimaschutz- und Lieferkettengesetz (jeweils 39 Prozent) als Wachstums-beziehungsweise Expansionsbremse sehen, muss jeder Dritte (33 Prozent) aufgrund der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) seine Personaldecke verstärken und mehr Reporting an größere Unternehmen leisten. Ein Blick in die Branchen zeigt: Während die Fertigungsindustrie und der Sektor Handel, Transport und Logistik insbesondere mit den Folgen des Lieferketten-Sorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) als Wachstums-, Innovations- und Investitionsbremse zu kämpfen haben, verzeichnet die IT- und Technologiebranche vor allem bei den Daten- und Klimaschutzgesetzen einen erhöhten Reporting-Aufwand.

Die Studie zeigt, dass die untersuchten Regularien Handel, Transport und Logistik (T&L) in ihrer Expansion und Innovation ausbremsen – insbesondere durch die Lieferkettengesetze. Für fast die Hälfte (44 Prozent) der Unternehmen aus diesen Industrien stellt das deutsche Lieferkettengesetz ein Innovationshemmnis (im Branchendurchschnitt sind es 32 Prozent) dar. Ebenfalls 44 Prozent gaben in diesem Sektor an, das europäische Lieferkettengesetz zwinge sie zur Zurückstellung geplanter Investitionen. Im Branchendurchschnitt sind es auch hier lediglich 32 Prozent.