Hafenlogistik Logistikprozesse für Auto-Terminals werden erforscht

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Volkswagen Konzernlogistik, BIBA, Telekom und Unikie erforschen gemeinsam das automatisierte Fahren in der Hafenlogistik. Dabei sollen 5G-Network-API und ein Edge Data Center der Telekom neue Anwendungen ermöglichen.

VW-Werk in Emden mit angeschlossenem Autoterminal – dem größten der insgesamt rund 40 Häfen im Netzwerk der Volkswagen Konzernlogistik.(Bild:  Volkswagen)
VW-Werk in Emden mit angeschlossenem Autoterminal – dem größten der insgesamt rund 40 Häfen im Netzwerk der Volkswagen Konzernlogistik.
(Bild: Volkswagen)

Das niedersächsische Emden ganz im Nordwesten der Republik ist ein zentraler Knotenpunkt im Transportnetzwerk des VW-Konzerns. Der Hafen verfügt über eine Logistikfläche, die der Größe von über 100 Fußballfeldern entspricht. Im Im- und Export werden dort jährlich über 1 Million Fahrzeuge umgeschlagen. Auf dem Automobilterminal braucht es jeden Menge Fachkräfte, um die Fahrzeuge zu bewegen und natürlich auch, um die Fahrerinnen und Fahrer zum nächsten Fahrauftrag zu shutteln. Für das öffentlich geförderte „AutoLog“-Projekt hat die Telekom die Logistikfläche im Emdener Hafen jetzt flächendeckend mit dem Mobilfunkstandard 5G ertüchtigt. Weil das Emdener VW-Werk direkt mit dem Hafen verbunden ist, können verschiedene Verkehrssituationen – etwa der Mischbetrieb von manuell und automatisiert gefahrenen Fahrzeugen – getestet werden. Das Testfeld selbst besteht aus Parkflächen für Autos, mehreren Fahrwegen und einem stark genutzten Kreisverkehr.

Breit gefächerte Vorteile für Terminalbetreiber

Zeigen soll „AutoLog“, was in Gänze „Entwicklung automatisierter Fahrprozesse und dynamischer Lager- und Logistikkonzepte auf Automobilterminals“ bedeutet, so jedenfalls die Hoffnung der Projektteilnehmer, dass die Automatisierung an Automobilterminals viele Vorteile hat.

Automatische Prozesse können zum Beispiel dabei helfen, den Mangel an Personal auszugleichen, die Sicherheit bei der Arbeit zu erhöhen und die Prozesse effizienter zu machen. Die Partner sehen auch großes Potenzial beim Thema Nachhaltigkeit: So können die Flächen auf dem Automobilterminal um etwa 20 Prozent effizienter genutzt werden. Außerdem kann eine reduzierte Anzahl an Shuttle-Fahrten die gefahrenen Kilometer und somit auch die CO2-Emissionen der Shuttles um bis zu 25 Prozent reduzieren, heißt es.

Auch andere Terminals können profitieren

Das Verbundprojekt „AutoLog“ läuft über drei Jahre und hat ein Gesamtvolumen von 5,8 Millionen Euro. Es wird durch das Programm für Innovative Hafentechnologien (IHATEC II) des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) insgesamt mit 3,2 Millionen Euro gefördert und vom TÜV Rheinland betreut. Mit dieser Förderung will der Bund innovative Technologien in deutschen See- und Binnenhäfen fördern und so ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen. Partner in dem Projekt sind die Volkswagen Konzernlogistik sowie das BIBA – Bremer Institut für Produktion und Logistik an der Universität Bremen. Assoziierte Partner sind die Deutsche Telekom und Software-Experte Unikie (München). Die wissenschaftlichen Ergebnisse aus diesem Projekt sollen auch für künftige Forschungen verwendet werden, Entwicklungen daraus auf viele andere Terminals übertragbar sein. (bm)

(ID:50119717)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung