Gefahr im Netz Luftfahrt- und Logistikbranche vermehrt durch Cyberangriffe bedroht

Quelle: Aircargo Club Deutschland 3 min Lesedauer

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Die Luftfahrt- und Logistikbranche steht als eine der zentralen Säulen der globalen Wirtschaft vor zunehmenden Herausforderungen durch Cyberbedrohungen, registriert der Aircargo Club Deutschland.

Vorsicht! Auch im Bereich Luftfahrt und Logistik wächst die Gefahr von Cyberattacken. Der Aircargo Club Deutschland will dafür hier die Sinne der Branche schärfen ...(Bild:  K. Schnellbaumer)
Vorsicht! Auch im Bereich Luftfahrt und Logistik wächst die Gefahr von Cyberattacken. Der Aircargo Club Deutschland will dafür hier die Sinne der Branche schärfen ...
(Bild: K. Schnellbaumer)

Hackerangriffe, Datenlecks und Ransomware stellen laut Aircargo Club Deutschland (ACD) ernsthafte Gefahren für den reibungslosen Ablauf und die Sicherheit der weltweiten Warenströme dar. Die bedrohten Unternehmen sollten also schnell geeignete Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, um sich vor dem Zugriff von Cyberkriminellen zu schützen. Wie einfach sich Hacker Zugriff auf sensible Daten verschaffen können und welche Maßnahmen zum Schutz geeignet sind, erklärte Silvana Bruno, Geschäftsführerin und Leiterin Cybersecurity bei Networker, Solutions GmbH, bei einer Veranstaltung des ACD.

Reine Cyberangriffe kosten der Wirtschaft fast 150 Milliarden Euro

Laut einer Erhebung des Digitalverbands Bitkom entstehen der deutschen Wirtschaft pro Jahr 206 Milliarden Euro Schaden durch Diebstahl von IT-Ausrüstung und Daten. Mitgerechnet sind digitale und analoge Industriespionage sowie Sabotage, heißt es. 2023 entfielen davon 148 Milliarden Euro (72 Prozent) auf reine Cyberangriffe. Noch 2021 lag der Anteil bei „nur“ 59 Prozent. Unternehmen müssen sich nach Aussage von Experten dabei gegen eine Vielzahl raffinierter Cyberangriffe schützen. Das Bedrohungsspektrum beinhaltet nämlich Schadprogramme (Viren, Trojaner, Spyware und Ransomware), die sensible Daten stehlen, beschädigen oder verschlüsseln können. Und Denial-of-Service-(DoS-)Angriffe wiederum zielen darauf ab, Unternehmensserver mit Datenanfragen zu überlasten, um den Betrieb lahmzulegen. Dann gibt es Supply-Chain-Angriffe. Dabei wird versucht, Systeme von Drittanbietern zu infiltrieren, um an Unternehmensdaten zu gelangen. Die Folgen von Cyberangriffen können sehr schwerwiegend sein. Laut Bruno reicht das von Betriebsunterbrechungen über finanzielle Verluste, Reputations- und Imageschäden bis hin zum Diebstahl sensibler Daten.

KMU können sich den Aufwand für maximale Sicherheit oft nicht leisten

Fast jedes zweite Unternehmen (48 Prozent) befürchtet laut Bitkom, dass eine erfolgreiche Cyberattacke die eigene Existenz bedrohen könnte. Größe oder Branche spielten oft keine Rolle für das generelle Risiko, Opfer von Schadsoftware und Cyberattacken zu werden. Doch die Komplexität und Menge an möglichen Bedrohungen und Maßnahmen übersteigt bei kleinen und mittelständischen Unternehmen oft die eigenen Möglichkeiten, den maximalen Sicherheitsaufwand zu betreiben, heißt es. Bruno: „Insbesondere Speditionen und Logistikunternehmen verwalten viele kritische Daten über Sendungen, wie zum Beispiel Empfänger, Versender oder Tracking-Daten, sodass ihre Systeme immer gefährdet sind.“ Und auch in der Welt der Cybersicherheit ist die bestehende Kette nur so stark wie das schwächste Glied. Weil Logistikunternehmen oft mit vielen kleineren Unternehmen auf der ganzen Welt verbunden sind, die nicht über die Mittel verfügen, eine gute Cybersicherheitsinfrastruktur aufzubauen, bestehe ein ständiges Risiko für einen Angriff.

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