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Weinert macht deutlich, dass kurzfristiges Preisdrücken dabei nicht im Vordergrund steht: „Der Ansatz geht weit darüber hinaus. Die Frage ist nämlich nicht: „Wie viel Prozent Einsparungen kann ich bei den nächsten Preisverhandlungen erzielen?“, sondern: „Wie viel darf das Bauteil überhaupt kosten?“ Oftmals decken nämlich solche Kalkulationen Einsparpotenziale auf, die noch nicht einmal der Zulieferer selbst kennt.“
Gemeinsam profitieren
Davon profitieren beide, Einkäufer wie Zulieferer: Einkäufer können durch die genaue Analyse der Kostentreiber Kostensenkungspotenziale identifizieren und für sich beanspruchen. Zulieferer können aus der detaillierten Kostenanalyse erkennen, ob sie wettbewerbsfähig produzieren. Darüber hinaus gewinnen sie durch die Diskussion mit dem Einkäufer wertvolle Ansatzpunkte zur effektiven Kostensenkung. Dies ermöglicht ihnen, bei anderen Kunden ihre Gewinne sogar noch zu erhöhen und so dauerhaft ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Anwendungsbeispiel Deutsche Post
So führte vor kurzem die Deutsche Post gemeinsam mit Costdata ein Projekt zur Beschaffung von Packstationen durch, einem automatisierten System zum Abgeben und Abholen von Paketen. Mit Hilfe der Einkaufssoftware Costdata Calculation und den dazugehörigen Kalkulationsdatenbanken wurden die Herstellkosten verschiedener Varianten der Packstation kalkuliert und daraus Zielpreise abgeleitet, sprich die tatsächlichen Herstellkosten plus einer marktüblichen Marge. Außerdem wurden Möglichkeiten durchgespielt, die Packstationen von ausländischen Zulieferern bauen zu lassen, das so genannte Global Sourcing. Dazu simulierte Costdata die Herstellung der Packstationen an den verschiedenen infrage kommenden internationalen Produktionsstandorten. Der Kosteneffekt des Global Sourcing konnte so genau quantifiziert werden.
Im Ergebnis konnte Costdata eine Empfehlung für den günstigsten Lieferanten abgeben. Aber nicht nur das: Zusätzlich gab Costdata diesem Hersteller konkrete Hinweise zur Optimierung der Herstellkosten. Die dadurch erzielten Einsparungen trugen letztlich dazu bei, dass die Post die Packstationen bundesweit einführen konnte. Inzwischen hat die Post zu den bestehenden 800 noch einmal 1500 Systeme bestellt.
Aber nicht nur die Post, auch viele weitere internationale Konzerne haben das Potenzial der neuen Methode bereits erkannt. So optimieren auch Siemens, Infineon, Brose und EADS ihre Einkaufskosten mit Costdata. Auch bei zahlreichen Mittelständlern sind entsprechende Lösungen bereits im Einsatz. Die Einsparungen können sich sehen lassen: Sie liegen im Falle von Costdata im Durchschnitt bei 12%.
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