Lieferkettentransparenz Mit EPICS 2.0 Prozesse steuern und optimieren
Anbieter zum Thema
Globale Lieferketten stehen unter zunehmendem regulatorischem und operativem Druck. Unternehmen müssen heute nicht nur Warenflüsse abbilden, sondern Ereignis-basierte, überprüfbare und maschinenlesbare Nachweise über Herkunft, Verarbeitung und Auswirkungen von Produkten liefern. Transparenz ist damit zunächst eine Pflicht, entwickelt sich technisch jedoch zunehmend zur Kür: Wer über die regulatorischen Mindestanforderungen hinausgeht, gewinnt zusätzliche Steuerungs- und Optimierungsmöglichkeiten.
Regelwerke wie der Digitale Produktpass (DPP), die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CS3D) oder die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) verlangen eine systematische Erfassung, Verknüpfung und Auswertung von Lieferkettenereignissen. Gefordert sind belastbare Nachweise entlang der gesamten Wertschöpfungskette, nicht aggregierte Schätzungen oder rein Dokumenten-basierte Reports. Technisch bedeutet dies, dass Transparenz ereignisorientiert, standardisiert und interoperabel umgesetzt werden muss. Nur so lassen sich Daten aus unterschiedlichen Systemen und Organisationen konsistent zusammenführen und Audit-fähig bereitstellen. Diese Fähigkeit bildet die Pflichtseite der Transparenzanforderungen.
EPCIS als Ereignis-basierter Standard für Lieferketten
Der GS1-Standard EPCIS (Electronic Product Code Information Services) adressiert diese Anforderungen, indem er Lieferkettenaktivitäten als strukturierte Events modelliert. Jedes EPCIS-Ereignis beschreibt eindeutig das betroffene Objekt, den Zeitpunkt, den Ort sowie die verantwortliche Instanz und ermöglicht damit eine durchgängige Rückverfolgbarkeit physischer und digitaler Prozesse. EPCIS dient dabei nicht als zentrales Monolith-System, sondern als gemeinsame Ereignissprache zwischen beteiligten Akteuren. Genau diese Standardisierung ist Voraussetzung dafür, regulatorische Anforderungen technisch beherrschbar umzusetzen.
Melden Sie sich an oder registrieren Sie sich und lesen Sie weiter
Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, müssen Sie registriert sein. Die kostenlose Registrierung bietet Ihnen Zugang zu exklusiven Fachinformationen.
Sie haben bereits ein Konto? Hier einloggen