Supply-Chain-Management
Mit komplexen Daten-Echtzeitanalysen die Lieferkettenresilienz erhöhen

Von Torsten Heiob und Mark Ariu * 7 min Lesedauer

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Hinsichtlich ihres Lieferkettenmanagements stehen Unternehmen zunehmend unter Druck: Gesetzliche Anforderungen, aber auch geopolitische Konflikte haben massive Auswirkungen auf die Stabilität von Lieferketten und somit auf die Auswahl von Lieferanten.

Mit Cloud-Computing und webbasierten Services lässt sich den Herausforderungen des modernen Lieferkettenmagements gut begegnen.(Bild:  Nongyao - stock.adobe.com)
Mit Cloud-Computing und webbasierten Services lässt sich den Herausforderungen des modernen Lieferkettenmagements gut begegnen.
(Bild: Nongyao - stock.adobe.com)

Mit traditionellen Methoden und alten Systemen, wie sie für Analyse- und Berechnungsprozesse noch vielfach eingesetzt werden, können Unternehmen die gewachsenen Herausforderungen kaum mehr erfüllen: Die erforderlichen Datenmengen sind inzwischen zu groß, nicht-integrierte Systeme und Quellen erschweren den Informationsfluss und die Transparenz. Hier kommen Cloud-Computing und webbasierte Services wie beispielsweise eine Cloudlogik ins Spiel: Selbst große, komplexe Datensätze lassen sich mit ihnen in Echtzeit analysieren und schaffen so Planungssicherheit – ohne in teure Hardware investieren zu müssen.

Seit Menschen Handel treiben, organisieren und überprüfen sie ihre Lieferketten – schon in der Antike entlang der Seidenstraße war dies eine gängige Praxis. Mit der industriellen Revolution und der Globalisierung nahm die Komplexität des Lieferkettenmanagements jedoch in einem Maße zu, dass mathematische Modelle zur Berechnung und erste Konzepte des modernen Supply-Chain-Managements entstanden, die seither stetig weiterentwickelt wurden – und werden. Denn die Anforderungen an Unternehmen hinsichtlich der Transparenz in ihren Lieferketten sowie die Störfaktoren und Risiken nehmen zu, was die Komplexität des Supply-Chain-Managements zusehends vorantreibt. Unternehmen müssen beispielsweise zum Lieferketten-Sorgfaltspflichtengesetz (LkSG) konform agieren, Liefer- sowie Compliance-Risiken vermeiden und auf die Bedürfnisse von Partnern und Kunden eingehen; dabei müssen sie zugleich möglichst effizient in ihren Prozessen sein – andernfalls gefährdet auch dies die Wettbewerbsfähigkeit. Eine Vielzahl von Berechnungen ist hierfür notwendig, die das Lieferkettenmanagement einerseits zwar optimiert, anderseits aber seine Beherrschbarkeit herausfordernder gestaltet.