Refa-Studie Mit Pick by Voice kommissioniert es sich schneller

Redakteur: Volker Unruh

Wie die Refa in einer Untersuchung im IAW (Institut für Angewandte Warehouse-Logistik) festgestellt hat, ist die Kommissioniermethode Pick by Voice nicht nur erheblich effizienter als Pick by Paper, sondern auch als Pick by Scan.

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Die Arbeitskräfte, erfahrene Picker, waren mit Vocollect Voice je nach Kommissionierart 17 bis 23% schneller als mit MDE-Geräten und Scannern. Beim Multi-Order-Picking benötigten sie sogar 36% weniger Zeit pro Durchgang. Gegenüber papierbasierter Kommissionierung ergaben sich mit Voice – ohne Berücksichtigung von Multi-Order – Zeitvorteile von 25 bis 35%.

Wichtigste Kommissionierarten unter der Lupe

Im Rahmen der Refa-Untersuchung wurde nach wissenschaftlichen Kriterien die Effizienz der Kommissioniermethoden Pick by Voice, Pick by Scan und Pick by Paper für die wichtigsten Kommissionierarten überprüft: die Stückkommissionierung, die Kommissionierung von Verpackungseinheiten (VPE) und die gemischte Kommissionierung. Für Pick by Voice und Pick by Scan ermittelte die Refa zudem den durchschnittlichen Zeitbedarf für identische Multi-Order-Durchgänge.

Erwartungsgemäß ergaben sich große Zeitvorteile, wenn mit dem Kommissioniersystem Vocollect Voice statt mit Papierlisten gearbeitet wurde. Bei der Stückkommissionierung wurden die Pick-Runden im Schnitt um 35% schneller absolviert, bei der Kommissionierung von Verpackungseinheiten durchschnittlich um 25%. Bei Durchgängen mit gemischter Kommissionierung waren die Picker mit Vocollects Sprachtechnologie gut 26% früher fertig.

Größter Zeitvorteil bei Multi-Order-Kommissionierung

Deutlich waren die Ergebnisse auch beim Vergleich von Pick by Voice und Pick by Scan. Der größte Zeitunterschied wurde hier bei der Multi-Order-Kommissionierung verzeichnet: Mit Vocollect Voice waren die Mitarbeiter im Mittel 36% schneller mit ihren Aufgaben fertig als mit MDE-Gerät und Scanner.

Bei der VPE-Kommissionierung benötigte das Personal 23% weniger Zeit für einen Durchlauf, wenn es sprachgestützt statt papierbasiert agierte. 17,5 beziehungsweise 18% betrug der ermittelte Zeitvorteil bei der Stück- und der gemischten Kommissionierung.

Unterschiedliche Kommissioniermethoden unter gleichen Voraussetzungen getestet

Die Zeiten für die verschiedenen Kommissioniermethoden wurden nach den Grundsätzen der Refa-Methodenlehre Arbeitsstudium (MLA) ermittelt. Um die Objektivität und Neutralität sowie die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten, absolvierten drei erfahrene Mitarbeiter je Kommissioniermethode und Kommissionierart je zehn Kommissionierrunden im selben Lagerbereich.

Die Kommissionierer führten die Tätigkeiten jeweils im Wechsel unter gleichen Bedingungen (Anzahl Picks, Anzahl Kollis, Art der Lademittel oder Ladehilfsmittel) durch. Alle Kommissionierrunden innerhalb einer Kommissioniermethode wurden ohne Unterbrechung nacheinander durchgeführt. Rüstzeiten wurden bei allen Kommissioniermethoden nicht in die Untersuchungen einbezogen.

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