Zeit für den Abschied Nach 10 Jahren übernimmt Yamaha das E-Bike-Motoren-Geschäft von Brose

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Wie die dpa meldet, verkauft der Autozulieferer Brose nach gut einem Jahrzehnt Ausflug in die Fahrradindustrie das Geschäft mit E-Bike-Motoren an Yamaha ...

Nach rund 10 Jahren verkauft Brose das Berliner Geschäft mit E-Bike-Motoren. Kein Geringerer als Yamaha hat zugegriffen, um sich eine höhere Marktposition mit Blick auf die derzeitigen Marktführer Bosch, Shimano und Bafang zu sichern.(Bild:  Brose Antriebstechnik)
Nach rund 10 Jahren verkauft Brose das Berliner Geschäft mit E-Bike-Motoren. Kein Geringerer als Yamaha hat zugegriffen, um sich eine höhere Marktposition mit Blick auf die derzeitigen Marktführer Bosch, Shimano und Bafang zu sichern.
(Bild: Brose Antriebstechnik)

Die 110 Beschäftigten der E-Bike-Motoren-Sparte des Brose-Konzerns sind in Berlin tätig. Sie werden von dem japanischen Konzern übernommen, wie das Bamberger Unternehmen mit Blick auf den Verkauf des Geschäfts mitteilt. Yamaha plane demnach den Aufbau einer eigenen Entwicklungsbasis in Europa. Wie viel Yamaha hinblätterte, wurde nicht verraten. Brose will sich nach eigenen Worten wieder auf sein Kerngeschäft konzentrieren – die Automobilbranche. Die Brose-Fahrradmotoren treiben übrigens vor allem in E-Mountainbikes an.

Nach dem Corona-Boom schwächelt das E-Bike-Geschäft

Der Autozulieferer hatte seinen ersten Elektroradmotor 2014 vorgestellt. Er nennt auch keine Produktionszahlen, doch Experten schätzen den Marktanteil der Bamberger in diesem Segment auf rund sieben Prozent. Das wäre dann Rang vier hinter dem Marktführer Bosch sowie nach Shimano und dem chinesischen Unternehmen Bafang. Yamaha lag demnach noch hinter Brose auf dem fünften Platz. Mit dem Kauf wollen sich die Japaner offensichtlich einen höheren Rang sichern. Von der Position Broses aus betrachtet lohnt sich das Geschäft nicht mehr. So sind auch in der Fahrradindustrie die Jahre des coronabedingten Booms vorüber. Und die Produktionszahl der deutschen E-Bike-Hersteller sank 2024 um knapp 15 Prozent auf gute 1,3 Millionen Elektroräder.

Verkauf der Brose-Fahrradsparte zum Gesundschrumpfen?

Und Brose ist wie viele Autozulieferer in wirtschaftlicher Schräglage. Im Dezember hatte das Familienunternehmen darüber informiert, dass es für 2024 einen Verlust von 53 Millionen Euro erwartet. Bis Ende dieses Jahres sollen deshalb in Deutschland 700 Stellen gestrichen werden. Vom Verkauf der Fahrradmotorproduktion war im Dezember aber noch nicht die Rede gewesen.

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