Schrott hat Wert

Nach dem Crash gibt es ein zweites Leben für Batterie, Getriebe & Co.

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Neues Kfz-Teile-Bewertungssystem ist ganzheitlich orientiert

Das Bewertungssystem, das die Forscher aufbauen, wird als komplexes, ganzheitliches System beschrieben. Denn es werde außer den technischen und ökonomischen Aspekten auch ökologische Kriterien gleichberechtigt miteinbeziehen. Ein Beispiel hierfür wären etwa die Aspekte CO2-Emission oder Energieverbrauch, die bei der Weiterverwendung entstehen. Aber auch Schwankungen im Strompreis könne das Bewertungssystem dynamisch und tagesaktuell berücksichtigen.

Bei der Entwicklung und Ausgestaltung des Bewertungssystems wollen die Experten nach eigenem Bekunden aber noch einen Schritt weitergehen. Das heißt, sie nehmen Lieferketten, Reparaturwerkstätten und Verwerter in den Blick. Deren Bedarfe oder Anfragen nach Ersatzteilen könnten so zukünftig in den Datenpool des Bewertungssystems mit einfließen. Das System wäre dann beispielsweise in der Lage, zu checken, ob eine Werkstatt in der Region genau das Bauteil gebrauchen könnte, das gerade in der Prüfung ist. Die Automobil- und Zuliefererbranche könnte so neue Geschäftszweige wachsen lassen, die den nachhaltigen Einsatz aller Komponenten organisieren, prognostizieren die IWU-Forscher.

Natürlich geht nicht alles ohne Förderung und Partner

Dahinter steckt auch eine Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), die den erklärten Weg zur „nachhaltigen Mobilität durch kreislauffähige Wertschöpfung“ zu beschreiten hilft. Außer dem Fraunhofer-IWU gehören das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (Umsicht) in Oberhausen und zahlreiche Industriepartner zum Projektkonsortium.

Das Fraunhofer-Institut Umsicht entwickelt als Forschungspartner im Rahmen des Projekts Ekoda übrigens zirkuläre Geschäftsmodelle, die dann in vielen Branchen implementiert werden können, um bei der Kreislaufwirtschaft in der Praxis mitzuhelfen. (pk)

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