Digitalisierung
Nachhaltige Optimierung der Intralogistik durch KI

Von Massimo Rossetti * 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die Intralogistik lässt sich mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) nachhaltig optimieren. Der nachfolgende Beitrag zeigt am Beispiel der Lagertechnik und der Verpackungstechnik auf, wie Unternehmen datengetriebene Entscheidungen treffen und flexibel auf sich verändernde Produktnachfragen reagieren können.

Am Beispiel von lager- und verpackungstechnischen Prozessen zeigt der Beitrag, wie sich die Intralogistik mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) nachhaltig optimieren lässt.(Bild:  Pakin - stock.adobe.com)
Am Beispiel von lager- und verpackungstechnischen Prozessen zeigt der Beitrag, wie sich die Intralogistik mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) nachhaltig optimieren lässt.
(Bild: Pakin - stock.adobe.com)

Mit dem neuen US-Präsidenten Trump, seinen ersten Ankündigungen und konkreten Schritten für Zölle und weitreichendem Protektionismus verschärft sich der Gegenwind für die gesamte Logistikbranche. Ob die noch vor der US-Wahl prognostizierten Wachstumszahlen von jährlichen 11,8 Prozent für den globalen Logistikmarkt realistisch sind, darf angezweifelt werden. Um den Welthandel weiterhin attraktiv zu gestalten, braucht es nun eine ausgefeilte Strategie, die schnellstmöglich die Kosten senkt. Ein wichtiger Treiber bei der Senkung von Kosten in nahezu allen Branchen ist die Digitalisierung von Prozessen. Bisher zeichnete sich die Logistikbranche jedoch eher durch Verharren im Status Quo als durch digitale Innovation aus. Laut einer Studie von Here und Amazon Web Services (AWS) nutzen nur 41 Prozent der Logistikdienstleister in Deutschland Datenanalysen im Supply-Chain-Betrieb und nur 9 Prozent setzen zusätzlich künstliche Intelligenz (KI) ein. Hier wird viel Potenzial verschenkt, das schnell gehoben werden kann.

Scope-3-Emissionen am Größten

Der mangelnde Digitalisierungsfortschritt zeigt sich auch in der Intralogistik. Lagerräume werden oftmals nicht optimal ausgenutzt und Verpackungen nicht optimiert, was zu Ineffizienzen und höheren Kosten führt. Neben der Kostenreduktion spielt auch der Umweltgedanke eine immer entscheidendere Rolle. Denn nicht zuletzt führen ungenutzter Raum und Verpackungen mit viel Leerraum und ungenutztem Volumen zu einem höheren CO2-Fußabdruck. Dabei sind gerade in der Europäischen Union im Rahmen des European Green Deal Unternehmen dazu verpflichtet, ihre CO2-Emissionen offenzulegen und zu reduzieren, um das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen. Die sogenannten Scope-3-Emissionen, die den indirekten CO2-Verbrauch in der Wertschöpfungskette eines Unternehmens wie den der Lieferanten umfassen, machen den größten Anteil am CO2-Fußabruck aus. Optimierungen in diesem Bereich können in der Logistik ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal für Auftraggeber sein, die dieser geforderten Transparenz nicht nur entsprechen, sondern diese auch mit guten Umweltzahlen aktiv bewerben wollen.