Chipentspannung Niederlande geben Kontrolle von Nexperia wieder ab

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der Wirtschaftsminister der Niederlande, Vincent Karremans, teilte mit, das man die Kontrolle über den Chiphersteller Nexperia wieder an China abgeben wird.

Die niederländische Delegation, die den Streit um die gestoppten Lieferungen von Nexperia-Chips entspannen soll, ist in Peking. Die Gespräche liefen gut und nun wollen die Niederlande die Kontrolle über den Chipkonzern sogar wieder abgeben, die sie seit September haben ...(Bild:  Nexperia)
Die niederländische Delegation, die den Streit um die gestoppten Lieferungen von Nexperia-Chips entspannen soll, ist in Peking. Die Gespräche liefen gut und nun wollen die Niederlande die Kontrolle über den Chipkonzern sogar wieder abgeben, die sie seit September haben ...
(Bild: Nexperia)

Ende September hat die niederländische Regierung mit einem juristischen Winkelzug die Kontrolle über den eigentlich chinesisch geführten Chiphersteller Nexperia aus Nimwegen an sich gerissen. Der Minister hatte damals wegen starker Bedenken gegenüber dem chinesischen Eigentümer in die Führung des Unternehmens eingegriffen. Er rechtfertigte das damit, dass das chinesische Mutterunternehmen Wingtech sowohl Technologie als auch Produktion nach China schleusen wolle. Das hätte auch das Nexperia-Werk in Hamburg betroffen. Daraufhin stoppte China die Lieferung wichtiger Komponenten nach Europa, wodurch sich ein gravierender Chipmangel hätte entwickeln können.

Alte Nexperia-Spitze wird vorerst nicht wiederkommen

Doch im schwelenden Konflikt kommen die Niederlande China jetzt offensichtlich wieder entgegen und geben die Kontrolle über das Unternehmen wieder ab. China hatte zuvor diesen Schritt der Niederlande gefordert, bevor die Lieferung der für die Autoindustrie wichtigen Halbeiter wieder voll aufgenommen werde. Der Minister bezeichnete die von China ergriffenen Maßnahmen zur Sicherstellung der Chipversorgung Europas als positiv. Angesichts der jüngsten Entwicklungen halte er es für den richtigen Zeitpunkt, ebenfalls einen konstruktiven Schritt zu gehen. In den vergangenen Tagen seien auch konstruktive Gespräche mit den chinesischen Behörden geführt worden. Der Dialog mit Peking werde fortgesetzt. Zurzeit befindet sich auch eine hochrangige Delegation des Ministeriums in Peking. Die Entscheidung des Ministers bedeutet aber nicht, wie betont wird, dass die bisherige chinesische Unternehmensspitze wieder eingesetzt wird. Die Interimsführung bleibe im Amt. Auch sei die Entscheidung unabhängig von einem gerichtlichen Verfahren.

(ID:50633800)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung