Suchen

Flurförderzeuge

Optimierte SAP-Intralogistik dank Transportleitsystem

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Am Ort der Beladung scannt der Fahrer zusätzlich die übernommenen Waren, die jetzt mit einem einheitlichen Begleitzettel versehen sind. „Jedes Bauteil und jeder Behälter verfügt seit 2014 über ein genau definiertes Etikett, das neben einem Barcode die wichtigsten Daten in Klarschrift enthält“, erklärt Greb. Neu sind auch die rund 140 definierten Übergabezonen, die ebenfalls mit einem Barcode versehen sind. Jeder interne Transport führt immer zu einer dieser Zonen, deren Zahl sich ständig erhöht. „Letzten Endes soll das Material so nah wie möglich am Ort der Wertschöpfung angeliefert werden“, erklärt Rosenthal.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 5 Bildern

Nach der Implementierung begann im Juli die Testphase, die nach sechs Wochen erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Die Schulung der 500 direkt und indirekt betroffenen Mitarbeiter war bereits im Juni gestartet, sodass dem pünktlichen Go-Live am 15. September nichts im Wege stand. Das gemeinsam von Flexus und SMS erarbeitete Schulungskonzept richtete sich mit den zielgruppengerechten Lerninhalten an die verschiedenen „Rolleninhaber“ wie Kommissionierer, Staplerfahrer, Versender oder dem neu implementierten Leitstand.

Staplerflotte reduziert

Tabellarisch dargestellt, grafisch aufbereitet und zentral überwacht werden sämtliche Prozesse im Leitstand. Hier lassen sich neben dem manuellen Eingreifen in den Transportarbeitsvorrat anhand der Material- und PSP-Nummer sämtliche Einzelteile lokalisieren und rückverfolgen. „Wir können jetzt zu jedem Zeitpunkt jedes Material auffinden und haben damit ein Hauptziel des Projekts erreicht", betont Rosenthal. Zudem könnten jetzt gezielte Auswertungen über die Effizienz der Prozesse erstellt werden. So lässt sich nachprüfen, ob die einzelnen Anhänger und Ladungsträger innerhalb der geforderten Zweistundenfrist geleert werden. Das erste Ergebnis dieser Berechnungen ließ nicht lange auf sich warten: Bereits nach wenigen Wochen stand fest, dass der Staplerfuhrpark von zwölf auf elf Einheiten reduziert werden konnte.

Gemeinsam mit den minimierten Suchzeiten sollte sich allein damit das Ziel der um 10 bis 15 % reduzierten Betriebskosten erreichen lassen. Das jährlich erwartete Einsparpotenzial wurde bei der SMS Group am Standort Hilchenbach erreicht. Kein Wunder, dass Flexus bereits mit weiteren großen Projektschritten beauftragt wurde. So soll Mitte 2016 das Transportleitsystem auch am Standort Mönchengladbach eingeführt werden.

* Tobias Heubeck leitet den SAP Projektvertrieb bei der Flexus AG in 97076 Würzburg, Tel. (0 93 1) 4 66 21 11 2, sales@flexus.net

(ID:43576625)