Reifenrecycling mal zwei Erfolgreicher Altreifenrecycler Pyrum kommt ins Saarland

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Im Saarland will der Altreifenrecycler Pyrum nun auch präsent werden. Denn wie jetzt informiert wird, soll dort bis 2027 ein neuer Standort entstehen ...

Klassische Gummiprodukte (Kautschuke), wie etwa Reifen, sind vernetzte Polymere und schmelzen nicht wieder auf, um sie so leicht recyceln zu können, wie Thermoplaste. Dennoch hat es Pyrum geschafft, wieder Rohstoffe daraus zu machen. Nun plant man ein zweites Werk ...(Bild:  Pyrum)
Klassische Gummiprodukte (Kautschuke), wie etwa Reifen, sind vernetzte Polymere und schmelzen nicht wieder auf, um sie so leicht recyceln zu können, wie Thermoplaste. Dennoch hat es Pyrum geschafft, wieder Rohstoffe daraus zu machen. Nun plant man ein zweites Werk ...
(Bild: Pyrum)

Der Recyclingspezialist Pyrum aus Dillingen baut ein zweites Werk. Und zwar wird es in Perl-Besch bis 2027 stehen, einem verkehrstechnisch idealen Standort im 3-Länder-Eck Deutschland, Frankreich und Luxemburg. Die Logistik erfolge dann auf dem Wasserweg (Mosel) per Bahn oder Lkw. Wie betont wird, sollen dort dann pro Jahr über 22.000 Tonnen Altreifen pyrolytisch – also zwar thermisch, aber ohne die Anwesenheit von Sauerstoff – wieder in die Ausgangsstoffe zerlegt werden können, so die Dillinger, die seit 2020 einen ersten Standort für diese Technik betreiben. Die zurückgewonnenen Rohstoffe sind Pyrolyseöl, Industrieruß und Gas. Sie werden wieder der Industrie zur Weiterverarbeitung zur Verfügung gestellt.

Großes Marktpotenzial im Bereich Altreifenrecycling

In Dillingen ist, wie bereits erwähnt, seit 2020 die erste eigens dafür gebaute Anlage in Betrieb, die im vergangenen Jahr sogar um zwei weitere Anlagen ausgebaut wurde. Pyrum hat für das Altreifenrecycling übrigens ein spezielles Verfahren entwickelt, das es ermöglicht, Altreifen und Kunststoffe nahezu emissionsfrei zu recyclen. BASF, Continental und Schwalbe, so betont man, setzen zurückgewonnene Pyrum-Produkte bereits ein, um Neues zu schaffen – ganz im Sinne einer möglichst geschlossenen Kreislaufwirtschaft. BASF unterstütze Pyrum dabei auch ganz bewusst mit rund 25 Millionen Euro, wie man weiter erfährt. Pyrum glaubt an viel Wachstumspotenzial und baut derzeit ein internationales Netzwerk plus Recyclingstandorte auf, wie es weiter heißt. Angepeilt würden Tschechien und Griechenland. Aber auch der deutsche Markt sei noch lange nicht ausgeschöpft, weil rund 600.000 Tonnen Altreifen nicht bei Pyrum zum Recycling landeten.

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