Logistik und IT

Quo vadis, Material Handling?

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Trend – pro Automatisierung

Seit einigen Jahren ist ein Trend pro Automatisierung zu beobachten. Dieser Trend wird sich in Zukunft eher noch verstärken. Folgende Gründe gibt es dafür:

  • In Zukunft werden die Arbeitslöhne stärker steigen wegen der Alterspyramide unserer Gesellschaft/Arbeitskräftepotenzial (Quelle: Trend-Studie 2020 Europäische Zentralbank). Je höher die Arbeitslöhne sind, umso wirtschaftlicher ist die Automatisierungslösung, die fast immer von einer Reduzierung des Personals ausgeht.
  • Die Automatisierungskosten bezogen auf die einzelne Prozessfunktion sinken. Dieser Trend ist seit einigen Jahren zu beobachten. Beispiele sind: laufender Meter Fördertechnik, Ein-/Auslager-Spiel eines Regalbediengerätes, Roboter-Prozess-Spiel. Diesem Trend gegenläufig wirken die Schnittstellenkosten bei zunehmender Komplexität. Kann man die Komplexität reduzieren, trägt dieser Trend zu einer höheren Automatisierung bei. Eine große Rolle spielt natürlich die auf allen Automatisierungsebenen zu erkennende Standardisierung, die nicht nur die Kosten, sondern auch die Stabilität der Systeme positiv beeinflusst.
  • Die gesetzlichen Vorgaben nehmen zu. Aktuelle Beispiele sind: Rückverfolgbarkeit der Lebensmittel/Rohstoffe, Haftung für fehlerhafte Produkte, Reisegepäckkontrolle (Fluggepäck). In Arbeit befindliche Gesetzesvorgaben sind zum Beispiel EU-Ergonomie-Vorgaben, zum Beispiel Reduzierung der Handhabungs-Gewichte und der Nachweis, dass die Kühlkette bei Frisch- und Kühlware nicht unterbrochen wurde.

Der Schlüssel liegt in der IT

Die oben gezeigten Entwicklungen sind einerseits abhängig von immer leistungsfähigeren IT-Systemen und andererseits zwingen sie die IT-Technologie zu einer permanenten Leistungssteigerung und Effizienz. Die permanent steigenden Leistungen von Förder- und Sortieraggregaten und kompletten Systemen erfordern eine immer umfangreichere Steuerungssoftware. Die Optimierung und Verzahnung der Prozesse bis hin zur komplett vernetzten Supply Chain stellen ebenfalls steigende Anforderungen an die IT-Systeme. Der Abbau von Beständen, immer kürzere Zyklen, Umstellung von push auf pull und auch die Minimierung der Fördertechnik-Layouts durch Sparen an Puffern zwischen den Prozessschritten sind nur einige Beispiele.

Eine entscheidende Aufgabe kommt den IT-Systemen bei der Beherrschung der vielfältigen Sequenzvorschriften in der Auftragsabwicklung zu. Nur mit simulationsgestützten Dispo-Tools können Hochleistungs-Distributionssysteme immer am optimalen Betriebs-punkt gefahren werden, egal wie die Strukturen der Artikel und Aufträge sich verändern.

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