U-Nglaublich!

Rekordlogistik! 350-Tonnen-U-Boot rollt wochenlang durch Deutschland

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Das U-Boot wird zum Geisterfahrer im Schneckentempo

Auch in Bad Rappenau lauerten enge Kurven, Kehren und einige Verkehrsinseln auf den Transport. Dagegen war die Route mit Polizeieskorte und Begleitfahrzeugen sowie unter den Blicken unzähliger Schaulustiger über die voll gesperrte Autobahn 6 von Bad Rappenau in Richtung Sinsheim eine Routineaufgabe für das erfahrene Team. Auch hier musste U-17 noch einmal gedreht werden, sodass der U-Boot-Turm keine Hochspannungsleitungen berührte. Um über die Autobahnauffahrt Sinsheim/Steinsfurt abzufahren, musste man auf die Gegenfahrbahn wechseln, und die letzten fünf Kilometer sozusagen als Geisterfahrer mit höchstens Tempo 15 Kilometer pro Stunde zurücklegen.

Erste Entspannungsphase, kurz vorm Ziel Sinsheim

Vor der Bahnlinienüberquerung – kurz vor Ittlingen – musste das submarine Museumsstück U-17 ein letztes Mal zur Seite geneigt werden, um unter den Oberleitungen hindurch zu kommen. Danach machte sich der Tross auf den Weg in die Ortsmitte, wo er wieder für Spektakel sorgte. Im Zentrum der Gemeinde schlängelte sich der Schwerlasttransport nur wenige Zentimeter an Häuserfassaden vorbei, Überfahrbleche schützten dabei Erdreich und gepflasterte Straßen. Im Sinsheimer Stadtteil Hilsbach konnten sich die Beteiligten dann nach einer kniffligen Kreuzung im Ortskern, an der U-17 nur um Zentimeter zwischen einer Kirchenmauer und einem Wohnhaus vorbeiglitt, entspannen. Dann wurde im wahrsten Sinne des Wortes ein Fass aufgemacht! Nun hatte U-17 nach einer anspruchsvollen Serpentinenfahrt, bei der kurzerhand noch einige Verkehrszeichen weichen mussten, einen großen Auftritt auf dem Gelände der TSG Hoffenheim.

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Bewegende Schlussmomente in zweifacher Hinsicht ...

Auf dem letzten Kilometer bis zum Technikmuseum Sinsheim begleiteten wieder Musikkapellen und Tausende Schaulustige U-17 (Das lief die ganze Strecke so, wie man sich erinnert). Die Schaulustigen bereiteten dem U-Boot einen würdigen Empfang, während das Team der Spedition Kübler unter tosendem Beifall die letzte Kurve auf das Museumsgelände nahm und das Exponat vor seinem künftigen Stellplatz parkte – ein bewegender Moment mit Gänsehaut-Feeling. Nun wartet es dort auf die ersten Besucher ab Sommer 2025. Der Museumsdirektor Hermann Layher und der amtierende Oberbürgermeister der Stadt Sinsheim dankten allen Beteiligten und Unterstützern für ihr Engagement, die den logistischen Kraftakt erst möglich gemacht haben. Der ehemalige U-Boot-Kommandant Jürgen Weber freute sich über die vielen Interessierten und berichtete gerne über seine Erfahrung und Erlebnisse unter Wasser mit U-17.

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