Inverto-Blitzumfrage

Risiken durch Lieferantenausfälle – Sorgenkind Nr. 1 im Einkauf

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Leicht verändert haben sich die Prioritäten bei der Risikoart: Laut aktueller Blitzumfrage sehen 32 % der befragten Einkaufsverantwortlichen das größte Risiko im Ausfall von Lieferanten, gefolgt von Versorgungsrisiken (23 %) und Qualitätsrisiken (18 %). Im Frühjahr 2013 standen Versorgungs- und Qualitätsrisiken an erster Stelle.

An Früherkennungssystemen und Notfallplänen fehlt es oft

Zugleich sehen rund drei Viertel der aktuell Befragten in einem systematischen Risikomanagement ein wirksames Instrument, um die Versorgung zu sichern und Lieferantenausfälle deutlich zu verringern. Als Favorit bei den Maßnahmen gegen Einkaufsrisiken setzen die Befragten in der Blitzumfrage auf dem BMESymposium in erster Linie auf die regelmäßige Bewertung von Lieferanten (73 %), den Abschluss langfristiger Rahmenverträge (55 %) sowie Dual-Source-Lösungen (45 %). Ein Risiko-Früherkennungssystem setzen lediglich 36 % der Befragten ein, über Eventual- bzw. Notfallpläne verfügen sogar nur 9 %.

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Erfolg des Risikomanagements wird nur selten gemessen

Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen bestätigte, dass sie Risiken im Einkauf bereits durch Risikomanagement reduzieren konnten. Dies setzten die Teilnehmer der Blitzumfrage besonders zur Sicherung der Versorgung ein (59 %), zur Verringerung von Lieferantenausfällen (55 %) sowie zur Verbesserung der Produkt- und Servicequalität (32 %).

Auf der anderen Seite gibt nur jedes vierte befragte Unternehmen an, den Erfolg des eigenen Risikomanagements zu messen. Damit bleibt der Nachholbedarf bei Transparenz und durchgängiger Umsetzung des Risikomanagements in den Unternehmen bestehen: Bereits in der Studie im Frühjahr maßen lediglich 13 % der Befragten den Erfolg ihres Risikomanagements.

Flexible Lieferketten werden störanfälliger

„Lieferketten müssen heute flexibel sein, damit Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben. Zugleich macht sie diese – oft sogar weltweite – Flexibilität störanfälliger“, so Thibault Pucken. „Das Vermeiden von Risiken in Einkauf und Supply Chain Management wird daher für viele Unternehmen zentral, wie Beispiele etwa aus den Branchen Automotive, Maschinen- und Anlagenbau oder Konsumelektronik zeigen. Wenn die Bänder stillstehen, kann das schnell Millionen kosten.“

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