Anhaltender Roboter-Boom Roboter in Deutschland erreichen Rekordzahlen

Von Sandro Kipar der IFR 2 min Lesedauer

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Während Industrienationen mit zahlreichen wirtschaftlichen Problemen kämpfen, wächst die Zahl der Roboter weiter, registriert die IFR. Das Wachstum wird auch von Deutschland angetrieben.

Die deutsche Roboterindustrie ist stark in das Jahr 2023 gestartet, registriert die IFR. Das Umsatzwachstum wird deshalb vom VDMA Robotik und Automation für das Gesamtjahr 2023 mit nominal 12 Prozent prognostiziert. (Bild:  Fanuc)
Die deutsche Roboterindustrie ist stark in das Jahr 2023 gestartet, registriert die IFR. Das Umsatzwachstum wird deshalb vom VDMA Robotik und Automation für das Gesamtjahr 2023 mit nominal 12 Prozent prognostiziert.
(Bild: Fanuc)

Die International Federation of Robotics (IFR) hat in ihrem World Robotics 2023 Report aktuelle Zahlen aus der Branche vorgelegt. Laut einer Mitteilung steigt die Zahl der Roboter in der deutschen Industrie auf insgesamt 260.000 Einheiten. Das ist ein Plus von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit 25.636 neu installierten Robotern wurde 2022 bereits das drittbeste Jahresergebnis erzielt. Das Allzeithoch aus dem Jahr 2018 betrug 26.723 neue Einheiten. In 2021 kam der Zuwachs mit 25.915 neuen Einheiten nur knapp über 2022.

Deutschland führt bei der Roboterzahl in Europa an

Der operative Bestand an Industrierobotern in Deutschland ist mit einem Anteil von 36 Prozent der mit Abstand höchste in der Europäischen Union. Der Absatz stieg seit 2017 bis 2022 jedes Jahr durchschnittlich um fünf Prozent, wie oben bereits aufgeschlüsselt wurde. Die Automobilindustrie bleibe dabei der größte Abnehmer in Deutschland. Denn 2022 kam die Branche auf 6.676 neue Einheiten. Allerdings liegt der Absatz damit um 27 Prozent niedriger als im Vorjahr. Das lag nach Ansicht der IFR vor allem an Lieferkettenproblemen. Auf dem zweiten Platz liegt in Deutschland die metallverarbeitende Industrie mit einer neuen Höchstzahl von 4.187 neuen Robotereinheiten, was ein Plus von 19 Prozent bedeutet. Auch die Produktion von Industrierobotern stieg in Deutschland mit 20 Prozent auf 35.616 Einheiten an. Das ist laut der IFR ebenfalls ein neuer Rekordwert.

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Weltweit liegen China und Japan bei den Robotern vorn

Weltweit stieg die Zahl der neuen Installationen von Industrierobotern 2022 auf 553.000 Einheiten – ein Plus von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Rund 10 Prozent der neuen Roboter sind übrigens Cobots, die ein Plus von 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ausmachen. Etwa 73 Prozent der weltweit neuen Robotereinheiten wurden allerdings in Asien installiert, 15 Prozent in Europa und nur 10 Prozent in Amerika. Für 2023 glaubt die IFR an ein Wachstum von 7 Prozent, das sich in den darauf folgenden Jahren konstant fortsetzen wird. Mit Blick auf die einzelnen Länder führt 2022 China die Tabelle bei den neuen Installationen klar an, denn rund 290.300 neue Roboter kamen hier zum Einsatz. Auf Platz zwei liegt Japan mit 50.400 Installationen, gefolgt von den USA mit 39.600 und Südkorea mit 31.700 Einheiten. Erst dann folgt Deutschland mit 25.636 neu installierten Robotern.

Das registriert die IFR als momentane Robotertrends

Die IFR sieht trotz globaler wirtschaftlicher Probleme keine Abkühlung des Robotermarktes, wie man erfährt. So soll 2024 die Marke von 600.000 neuen jährlichen Installationen geknackt werden. Das Wachstum werde vor allem von den abnehmenden Problemen mit den Lieferketten angetrieben. Auch China werde dafür sorgen, dass das Geschäft mit den Robotern weiterhin im grünen Bereich bleibt und weiter wächst. Der Fachkräftemangel zwingt Unternehmen außerdem dazu, auf Automatisierung zu setzen, was ebenfalls für Schwung sorgen dürfte. Auf technischer Seite sieht die IFR gleich mehrere Trends: So werden wohl Cloud Computing und 5G-Netzwerke dafür sorgen, dass neue Geschäftsmodelle entstehen und die Roboterproduktion digitalisiert sowie optimiert wird. Die zunehmende Verbreitung von künstlicher Intelligenz (KI) wird nach Meinung der IFR außerdem dafür sorgen, dass Automatisierung per se zugänglicher wird.

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