Vom Auto zum Panzer Rüstungsverband BDSV verzeichnet krassen Anstieg der Mitglieder

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Wie der Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV) mitteilt, sorgt der Ukrainekrieg für viel Mitgliederzuwachs ...

Fester auf dem Boden! Der Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV) informiert über einen bisher nie dagewesenen Mitgliederzulauf. Wie man regsitriert, kommen viele Neue aus der Autombilbranche, um sich ihre Zukunft mithilfe des Militärbereichs zu sichern.(Bild:  Tankoforce)
Fester auf dem Boden! Der Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV) informiert über einen bisher nie dagewesenen Mitgliederzulauf. Wie man regsitriert, kommen viele Neue aus der Autombilbranche, um sich ihre Zukunft mithilfe des Militärbereichs zu sichern.
(Bild: Tankoforce)

Der Boom der Rüstungsindustrie seit dem russischen Angriff auf die Ukraine hat die Mitgliederzahl eines BDSV in die Höhe schnellen lassen, wie die dpa meldet. Inzwischen seien es 340 Unternehmen – und damit 100 mehr als Ende vergangenen Jahres (2017 waren es übrigens nur 70 Mitglieder). Die Neumitglieder hoffen dabei auf Beratung, wie sie in der Rüstungsbranche Geschäft machen können und welche Regeln für sie relevant sind, heißt es dazu. Auch hofften die Neuzugänge auf Vernetzung mit potenziellen Abnehmern. Die Namen der Neuen wurden nicht genannt. Etliche Unternehmen kämen aber aus der Autobranche, wo sie bislang als Zulieferer oder Dienstleister aktiv gewesen seien. Aufgrund der Krise der deutschen Autoindustrie orientiere sich manche Firma nun um. Beispiele sind demnach Ingenieurbüros, deren Expertise bei Autobauern weniger gefragt ist als zuvor. Mit Blick auf die steigenden Militärausgaben, zu denen sich die Nato-Staaten ja verpflichtet haben, kommentierte der Verband, dass Jahrzehntelang die öffentliche Hand bei Rüstungsausgaben zurückhaltend war, was sich aber nun entgegengesetzt entwickelt.

Das sollte man tun, wenn man ins Rüstungsgeschäft einsteigen will ...

Man spricht von einer unfassbaren Dynamik in der gesamten Wirtschaft – auch wenn es eigentlich um so etwas unschönes wie die derzeitig herrschende Bedrohungslage geht. Deutschlands Rüstungskonzerne haben außerdem grundsätzlich Bedarf an neuen Dienstleistern und Zulieferern. Allerdings hätten die Branche und das Bundeswehr-Beschaffungsamt ihre eigenen Regeln, wie der Verband, dessen Präsident Armin Papperger, der Vorstandsvorsitzende von Rheinmetall, ist, anmerkt. So benötigten bestimmte Mitarbeiter eine sogenannte Geheimschutzermächtigung, um bei der Waffenproduktion überhaupt mitwirken zu können. So eine Ermächtigung muss erst beantragt werden und der Antragsteller wird dann von staatlichen Akteuren geprüft und durchleuchtet. So ein Prozedere dauert verständlicherweise. Deshalb ist ein erster Tipp an die Neulinge, dass sie ihren Mitarbeiterkreis mit Personen erweitern sollten, die eine Geheimschutzermächtigung haben. Auch sollte man sich im Rahmen der Einkaufsportale der möglichen Kunden qualifizieren.

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