Anbieter zum Thema
Das Ventilverhalten wird unter anderem über die Größe und das Gewicht der Kugel an die jeweilige Aufgabe anpasst. Dazu gehören kurze Schaltzeiten im Millisekundenbereich. Bis jedoch das vom deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik entwickelte Prinzip der Ventilöffnung und -schließung ohne mechanische Zwangsführung der Kugel letztendlich sicher funktionierte, musste GSR manche Herausforderung meistern. Mittlerweile sind sogar Schaltzeiten unter 1 ms erreichbar.
Ventil ermöglicht pulsartige Steuerung von Volumenströmen
Das Funktionsprinzip des Ventils ermöglicht eine pulsartige Steuerung von Volumenströmen. Damit eignet sich das Ventil für den Durchfluss sehr kleiner Mengen. Der Kv-Wert reicht von 0,005 bis 3600 m3/h. Das Durchflussspektrum ist tausendmal breiter als bei konventionellen Hydraulikventilen. Die Ventillebensdauer beträgt dabei mehr als 1 Mrd. Schaltspiele. Diese hohe Anzahl an Schaltzyklen lässt sich mit konventionellen Ventilen nicht erreichen. In der Regel kommt es bereits vorher zum Federbruch.
Um diese Ventileigenschaften zu erhalten, ist jedoch ein anderer Ansatz zur Systemintegration erforderlich als bei konventionellen Ventilen. Das spiegelt sich in den Anwendungsbereichen wider, die zwar Überschneidungen haben, doch nicht deckungsgleich sind.
So ergänzt die Ventiltechnik von GSR bestehende Ventilformen. Sie wird die Magnetventiltechnik nicht ersetzen, nicht in der Antriebshydraulik und beim Dosieren von niedrig- bis hochviskosen Medien. Für diese Anwendungen hat GSR drei Standardgrößen am Markt eingeführt: RRV 95 (Hydraulik), RRV 250 (hochgenaue Dosierung) und RRV 258 (hochviskose Medien). Wichtig sind zudem Sonderausführungen.
Mit drei Kugeln in der Ölhydraulik die kürzesten Schaltzeiten erreicht
Bei der Standardgröße RRV 95 für hydraulische Antriebe in mobilen und stationären Arbeitsmaschinen handelt es sich um ein schnell schaltendes Ventil mit drei magnetisierbaren Kugeln im Innern. Mit 65 mm Länge und 35 mm × 40 mm Querschnittsfläche ist das Ventil sehr kompakt gebaut. Im geschlossenen Zustand sind die Kugeln (5 mm Durchmesser) auf einem Teilkreis angeordnet. Bei dieser Anzahl und Anordnung der Kugeln werden in der Ölhydraulik (viskose Medien, hohe Drücke) die kürzesten Schaltzeiten erreicht. Dazu ist lediglich eine 24-VDC-Industriespule erforderlich.
Diese Standardgröße ist für einen Druckbereich von 20 bis 200 bar ausgelegt. Typische Schaltzeiten bei 200 bar Druck sind 10 ms. Bei den Lastaufnahmemitteln für Gabelstapler liegt die Schaltzeit darunter. In dieser Zeit wird der Druck nachgeregelt, nachdem der Sensor die Rutschbewegung des Transportguts zwischen den Klammern erfasst und ein Signal an die Regelung weitergegeben hat. Dieser Vorgang kann sich mehrfach wiederholen. So wird der Druck sukzessive der Ladung angepasst.
(ID:32459110)