Automatisierung Siemens bringt KI- und Robotik-Funktionen für FTS und AMR

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Bisher hat der Operations Copilot von Siemens als Assistent für Maschinenbediener agiert und war für Logistiker weniger interessant. Das ändert sich aber schlagartig, indem der Operations Copilot künftig mit autonomen physischen KI-Agenten wie fahrerlosen Transportsystemen und mobilen Robotern interagiert.

Pünktlich zur Automatica 2025 erweitert Siemens seinen Operations Copilot um KI-Agenten für mobile Transportroboter.(Bild:  Siemens)
Pünktlich zur Automatica 2025 erweitert Siemens seinen Operations Copilot um KI-Agenten für mobile Transportroboter.
(Bild: Siemens)

Agenten genießen im öffentlichen Leben ja einen eher zweifelhaften Ruf. Anders bei solchen für Autonomous Mobile Robots (AMR) und Automated Guided Vehicles (AGV): Hier sollen KI-Agenten den Anwender sowohl bei der Inbetriebnahme als auch beim Betrieb einzelner AGV oder ganzer Flotten unterstützen. Der Operations Copilot, ein industrieller Copilot zur Bedienung und Wartung von Maschinen, arbeitet dabei als Benutzeroberfläche für den Menschen. Über diese „Agentenschnittstelle“ kann der Mensch AMR und AGV konfigurieren und ihnen Anweisungen geben. Insbesondere die Inbetriebnahme der autonomen Fahrzeuge ist ein komplexer, aufwendiger Prozess, denn die fahrerlosen Transportfahrzeuge (FTF) müssen in die bereits bestehenden IT- und OT-Netzwerke von Fabriken integriert und auch an beispielsweise Fahrwege oder Übergabestationen angepasst werden.

Mit der Erweiterung des Operations Copilot um physische und virtuelle KI-Agenten schaffen wir eine neue Ebene der Interaktion zwischen Mensch, Robotik und KI.

Rainer Brehm, CEO Factory Automation bei Siemens

Warum macht Siemens das? Mit der Erweiterung des Operations Copilot ermöglichen die Nürnberger ihren Kunden, autonome Transportsysteme schneller in Betrieb zu nehmen. Auf dem Weg zur autonomen Fabrik werden die Systeme damit auch noch effizienter und sicherer.

Safe Velocity ist ein KI-Agent, der, wie sein Name schon vermuten lässt, dazu da ist, die Geschwindigkeit selbstfahrender Fahrzeuge fehlersicher zu überwachen.(Bild:  Siemens)
Safe Velocity ist ein KI-Agent, der, wie sein Name schon vermuten lässt, dazu da ist, die Geschwindigkeit selbstfahrender Fahrzeuge fehlersicher zu überwachen.
(Bild: Siemens)

Apropos Sicherheit: Die neue Software Safe Velocity von Siemens ermöglicht es Anwendern, die Geschwindigkeit selbstfahrender Transportsysteme fehlersicher zu überwachen, damit die Schutzfelder von Sicherheitslaserscannern dynamisch umgeschaltet werden können. Die TÜV-zertifizierte Software ist, wie es heißt, mit der Hard- und Software verschiedener AGV-Hersteller kompatibel und ergänzt die bestehenden Sicherheitssysteme, um hohen Sicherheitsstandards in der Produktion gerecht zu werden. Gerne genommener „Nebeneffekt“: Weniger notwendige Safety-Hardware spart wertvollen Bauraum, vereinfacht die Systemarchitektur und das Engineering und minimiert den Verkabelungsaufwand, ohne Kompromisse bei der funktionalen Sicherheit eingehen zu müssen.

Indem der Safe-Velocity-Agent mit seinem spezifischen Überwachungs-Know-how auf andere Agenten für AGV- und AMR-Anwendungen zugreifen kann, schafft Siemens ein Multi-Agenten-System, in dem der Operations Copilot sowohl physische als auch virtuelle KI-Agenten steuert. Digital und real rücken ein weiteres Stück näher zusammen.

(ID:50459786)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung