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So eignet sich Vulkollan 95° Shore A aufgrund geringerer Eigenerwärmung sehr gut für höhere Geschwindigkeiten, hat jedoch deutlich schlechtere Werte bei den Funktionen Traktion und Bremsleistung. Dies stellt wiederum die Umschlagsleistung und auch die Betriebssicherheit in Frage.
Ein Heißlaufen der Räder führt zu axialen Verschiebungen des Radbelags
Derzeit steigt die Höchstgeschwindigkeit bei Schubmaststaplern auf 14 bis 16 km/h bei einer steigenden Zahl von Full-Service- und Rental-Verträgen. Niederhubkommissionierer erreichen sogar Geschwindigkeiten von 22 km/h. In der Fördertechnik gibt es ähnliche Entwicklungen: Bei Regalbediengeräten steigt die Beschleunigung bis auf 4 m/s² bei Endgeschwindigkeiten bis 28 km/h – und das bei 24-stündigem Dauerbetrieb an 365 Tagen im Jahr und 99% Verfügbarkeit.
Bei den genannten Anwendungen werden besonders bei langen Verfahrwegen durch Wärmeaufbau hohe Temperaturen im Laufbelag erreicht. Ein typisches Schadensbild sind axiale Verschiebungen des zylindrischen Radbelages bei äußerlich unbeschädigten Rädern (Bild 1 – siehe Bildergalerie). Durch Walkung baut sich aufgrund der schlechten Wärmeleitfähigkeit von Vulkollan Wärme im Radmaterial auf (Heat-Build-up). Das Material wird flüssig und kristallisiert dann wieder (Bild 2). Die Folge: Das Rad muss ausgetauscht werden.
Vulkollan bleibt Standardwerkstoff für Radbeläge von Flurförderzeugen
Erklärtes Ziel ist es, den Radbelagwerkstoff Vulkollan mit all seinen positiven Eigenschaften weiterhin als Standardwerkstoff für diese Anwendungen einzusetzen. Dies erfordert zwangsläufig eine Abstimmung des Gesamtsystems von Laufbelag und Felge, zugeschnitten auf den jeweiligen Einsatz des Kunden. Räder-Vogel beteiligt sich in diesem Zusammenhang seit Jahren an Hochschul-Forschungsprojekten zur Qualitätsverbesserung von Rädern und Rollen, zum Beispiel Innorad (www.innorad.de).
Hauptziele dieses Projekts sind die Verlängerung der Lebensdauer des logistischen Basiselements Rad/Rolle von Indoor-Flurföderzeugen sowie die Erhöhung von deren Tragfähigkeit unter Beibehaltung der Produktionskosten. Obwohl das Forschungsprojekt weite Teile der Problematik mit Rädern und Rollen abdeckt, liegt der Schwerpunkt der Untersuchungen zunächst auf Schwerlastrollen mit Metallfelge und Vulkollan-Laufbelag, da diese Bauart momentan den Stand der Technik darstellt und auch die größten Austauschkosten verursacht.
Zum Einsatz kommt heute die High-Speed-High-Load-Geometrie. Beim Standard-Vulkollan-Rad ist die Radbelagstärke aufgrund der Entformungsschrägen der Gusskerne und des Kernversatzes unterschiedlich. Die Gussoberfläche wird mechanisch nicht bearbeitet.
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