gesponsertEntscheidungen unter Volatilität Supply-Chain-Management unter permanentem Anpassungsdruck

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Globale Lieferketten sind dauerhaften Störungen wie geopolitischen Konflikten, Handelsrisiken und Kapazitätsengpässen ausgesetzt. Der Entscheidungsdruck steigt. Unternehmen stehen daher vor der Aufgabe, Planung neu zu denken und schneller handlungsfähig zu werden.

Ein Supply-Chain-Planer steht im Zentrum eines Netzwerks aus KI-Agenten und steuert deren nächste Handlungsschritte.(Quelle:  Kinaxis)
Ein Supply-Chain-Planer steht im Zentrum eines Netzwerks aus KI-Agenten und steuert deren nächste Handlungsschritte.
(Quelle: Kinaxis)

Planung im Zeichen permanenter Unsicherheit

Der Arbeitsalltag vieler Verantwortlicher in Logistik und Supply Chain ist heute von Unsicherheit geprägt. Politische Entscheidungen, geopolitische Spannungen oder klimatische Ereignisse wirken sich zunehmend auf globale Liefernetzwerke aus. Wie schnell Transportwege, Kapazitäten und Kostenstrukturen unter Druck geraten können, zeigen Ereignisse wie Störungen im Roten Meer oder Einschränkungen im Panamakanal.
 
Vor diesem Hintergrund stoßen klassische, lineare Planungsmodelle an ihre Grenzen. Sie sind auf stabile Rahmenbedingungen ausgelegt und reagieren häufig erst dann, wenn Veränderungen bereits eingetreten sind. Für viele Unternehmen bedeutet das, dass die Planung der operativen Realität hinterherläuft und Handlungsspielräume verloren gehen.

Von reaktiver Krisenbewältigung zu kontinuierlicher Szenarioarbeit

In der Praxis zeichnet sich deshalb ein Umdenken ab. Immer mehr Organisationen verabschieden sich von statischen Plänen und setzen auf eine kontinuierliche, szenariobasierte Entscheidungsfindung. Ziel ist es, mögliche Entwicklungen frühzeitig zu durchdenken und konkrete Handlungsoptionen vorzubereiten.
 
Anwendungsdaten aus der Praxis verdeutlichen diese Entwicklung. Während akuter Störungen im Umfeld des Roten Meeres und des Suezkanals nahm die Nutzung von Simulationsszenarien innerhalb kurzer Zeit deutlich zu. Ähnliche Effekte zeigten sich im Zuge neuer handelspolitischer Unsicherheiten. Unternehmen nutzten digitale Plattformen verstärkt, um Auswirkungen auf Kosten, Servicelevel und Margen transparent zu bewerten und Entscheidungen zu beschleunigen.
 
Dabei entwickelt sich Künstliche Intelligenz zunehmend vom Analysewerkzeug zum integralen Bestandteil der Entscheidungsfindung. Sie unterstützt nicht nur die Bewertung vergangener Daten, sondern ermöglicht es, zukünftige Entwicklungen systematisch durchzuspielen.

Zwischen Investitionsbereitschaft und Entscheidungsrealität

Gleichzeitig zeigt sich ein Spannungsfeld. Viele Unternehmen haben den Einsatz von KI beschleunigt, um auf Inflation, geopolitische Risiken und volatile Nachfrage zu reagieren. Dennoch bleibt die tatsächliche Entscheidungsfähigkeit häufig begrenzt. Insbesondere bei der frühzeitigen Erkennung sogenannter schwacher Signale bestehen Defizite.
 
Ob drohende Handelsrestriktionen, politische Eskalationen oder finanzielle Risiken bei Lieferanten: Werden solche Entwicklungen zu spät erkannt, bleiben operative Alternativen begrenzt. In der Folge greifen Unternehmen häufig auf Preisanpassungen zurück, weil andere Stellhebel nicht rechtzeitig vorbereitet wurden.

Agentische KI als Verbindung von Planung und Umsetzung

Um diesen reaktiven Kreislauf zu durchbrechen, ist ein erweiterter Ansatz notwendig. Agentische KI geht über klassische Prognosemodelle hinaus und verbindet Planungs-, Produktions-, Logistik- und Finanzdaten in Echtzeit. Sie unterstützt dabei, Zielkonflikte sichtbar zu machen und Handlungsoptionen systematisch zu bewerten.
 
Plattformen wie Kinaxis Maestro verfolgen genau diesen Ansatz. Wird beispielsweise ein Transportweg unterbrochen oder ein Produktionsstandort beeinträchtigt, lassen sich die Auswirkungen auf Lieferfähigkeit, Kosten und Ergebnis unmittelbar analysieren. Gleichzeitig können alternative Szenarien vorbereitet werden, bevor operative Engpässe eskalieren. Maßgeblich sind dabei nicht automatisierte Entscheidungen, sondern die Qualität und Geschwindigkeit der Entscheidungsgrundlagen.

Menschliche Verantwortung bleibt zentral

Auch mit agentischer KI bleibt die Verantwortung beim Menschen. Strategische Priorisierungen, Abwägungen zwischen Kosten, Service und Risiko sowie die Bewertung externer Rahmenbedingungen können nicht automatisiert werden. KI übernimmt insbesondere Aufgaben, bei denen Geschwindigkeit, Datenmenge und Komplexität menschliche Kapazitäten übersteigen.Dadurch verändert sich die Rolle von Planenden und Entscheidenden. Sie treffen weniger operative Detailentscheidungen, übernehmen jedoch stärker eine koordinierende und steuernde Funktion. Der Fokus verschiebt sich von reiner Effizienz hin zur Bewertung des langfristig geschaffenen Werts.

Ein Blick nach vorn

Volatilität ist kein temporäres Phänomen, sondern prägt die Realität globaler Lieferketten dauerhaft. Unternehmen, die ihre Planung auf kontinuierliche Szenarien, integrierte Datenmodelle und unterstützende KI ausrichten, schaffen bessere Voraussetzungen, um handlungsfähig zu bleiben. Nicht Resilienz allein entscheidet über Wettbewerbsfähigkeit, sondern die Fähigkeit, Unsicherheit frühzeitig zu erkennen und aktiv in Entscheidungen einzubeziehen.

Karsten Rose 
Karsten Rose ist Regional Vice President DACH bei Kinaxis und verantwortet den Vertrieb der KI gestützten Lieferketten Orchestrierung in der Region. Er verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Enterprise Software Umfeld mit Schwerpunkt auf Supply Chain Management, Beschaffung und Transformation komplexer Geschäftsprozesse. Vor seiner Tätigkeit bei Kinaxis war er in verschiedenen Führungspositionen unter anderem bei Coupa Software sowie SAP Ariba tätig und leitete dort unter anderem den Vertrieb in Zentral und Osteuropa.

Bildquelle: Kinaxis Germany GmbH

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