Ofen aus! Thyssenkrupp Steel produziert bis Jahresende keinen Elektrostahl mehr

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Das Management von Thyssenkrupp Steel hat sich dazu durchgerungen, in den nächsten Wochen keinen Elektrostahl mehr herzustellen. Hier mehr zu dieser krassen Entscheidung ...

Unschön, aber nötig! Elektrostahl wird bei Thyssenkrupp Steel in Deutschland und Frankreich hergestellt. Die konjunkturellen Umstände und Billigkonkurrenz aus Asien haben aber leider nun dafür gesorgt, dass die beiden Werke vorerst den Stecker ziehen müssen.(Bild:  Stahlmania)
Unschön, aber nötig! Elektrostahl wird bei Thyssenkrupp Steel in Deutschland und Frankreich hergestellt. Die konjunkturellen Umstände und Billigkonkurrenz aus Asien haben aber leider nun dafür gesorgt, dass die beiden Werke vorerst den Stecker ziehen müssen.
(Bild: Stahlmania)

Thyssenkrupp Steel, immerhin Deutschlands größter Stahlhersteller, beendet, wie es heißt, wegen hoher Importmengen an Billigstahl und einem angespannten Marktumfeld vorerst die Produktion von sogenanntem Elektrostahl. Ab Mitte Dezember sollen die Werke in Gelsenkirchen und im französischen Isbergues bis zum Jahresende komplett geschlossen werden. Darüber hinaus werde der Standort Isbergues ab Januar für mindestens vier Monate nur mit 50 Prozent seiner Gesamtkapazität Stahl produzieren. Thyssenkrupp Electrical Steel stellt normalerweise Spezialstähle für die Energiewirtschaft her. Das Material, sogenanntes kornorientiertes Elektroband, wird generell als Leitermaterial für elektrischen Strom verwendet und findet sich deshalb etwa in Transformatoren, in Umspannwerken und in Windkraftanlagen.

Der europäische Stahlmarkt muss besser geschützt werden

In Europa gibt es nach Unternehmensangaben nur noch zwei Hersteller dieser Art von Spezialstählen. Die globalen Entwicklungen auf dem Stahlmarkt haben den Angaben zufolge zu einer dramatischen Veränderung der Auftragsvolumina und somit zur erheblichen Unterauslastung der europäischen Produktionsanlagen geführt. In der Folge sind akute Maßnahmen zur wirtschaftlichen Stabilisierung des Betriebs unverzichtbar, wie das Thyssenkrupp-Steel-Management betont. Man setze sich aber nachdrücklich dafür ein, dass die Produktion von Elektroband in Europa erhalten bleibt. Dazu soll ein wirksamer Schutz des europäischen Marktes dienen, der fairen Wettbewerb sichert. Immerhin stehen sonst rund 1.200 Arbeitsplätze in den beiden Elektrostahlwerken vor dem Aus.

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