Materialfluss-Optimierung

Transparenz und Effizienz beim Materialfluss steigern

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Dort übernehmen BMW-Mitarbeiter die Auflieger und versorgen die Verbauorte mit Vollgut. Die leeren Behälter transportiert DB Schenker dann wieder auf den Aufliegern zurück nach Eching, bereitet diese erneut auf und organisiert schließlich auch die Vorbereitung für den Versand durch ein Speditionsunternehmen.

Zur Optimierung dieser Aufgabe hat sich DB Schenker zum Ziel gesetzt, die Effizienz innerhalb des Materialflusses bei einem reduzierten Handlingssatz und bestehenden Randbedingungen nachhaltig zu erhöhen. Realistisch betrachtet entspricht dies einem umsetzbaren Kostensenkungspotenzial von etwa 10%.

Mehr Qualität in Disposition und Anlieferverhalten

Darüber hinaus konnten die Projektpartner auch die Leergutbestände im BMW-Werk Eching erheblich reduzieren. Vor allem an den Leergutplätzen war in der Vergangenheit zum Teil deutlich zu viel an Bestand vorhanden. Aus diesem Grund wurde von ILS nicht nur eine Lagerortoptimierung durchgeführt, sondern auch ein Monitoring zur Steigerung der Transparenz innerhalb des Materialflussprozesses aufgebaut.

Dieses gemeinsame Monitoring-Tool und die Definition der relevanten Kennzahlen für die Steuerung erlauben eine sehr viel bessere Bewertung diverser Einflussgrößen auf das Dispositionsverhalten in der Leergutabwicklung oder auch die Zeitfenstersteuerung der angebundenen Speditionsunternehmen.

Die Prozessqualität erhöht sich merklich. Unter dem Strich sind auch aufgrund der Erhöhung des Automatisierungsgrades an dieser Stelle die Qualität in der Leergutdisposition sowie das Abholverhalten der Spediteure für Leergut deutlich angestiegen.

Materialfluss-Optimierungen bei BMW gehen weiter

Für die kommenden Monate stehen nun vor allem investitionsrelevante und von äußeren Rahmenbedingungen abhängige Optimierungen im Fokus. So gibt es beispielsweise im Wareneingang sehr viel größere externe Einflussfaktoren und Abhängigkeiten, die der Logistikdienstleister DB Schenker nicht von heute auf morgen verändern kann. Eine ganze Reihe von Einzelmaßnahmen, die zum Beispiel Prozessabläufe auf Seiten der Speditionsunternehmen oder Teilelieferanten betreffen, ist so bisher leider noch nicht umsetzbar.

Eines ist jedoch sicher: Auf Grundlage dieses Optimierungsprojekts könnten in Zukunft auch Methoden des Kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) oder Kaizen sehr viel besser im Tagesgeschäft umgesetzt werden. Eine gemeinsame, unternehmensübergreifende Zusammenarbeit könnte hier eine Vielzahl weiterer Optimierungen nach sich ziehen.

Und durch den Aufbau eines permanenten Monitorings in diesen veränderten Prozessabläufen sichert BMW die Nachhaltigkeit dieser Optimierungen ab. So will der Autobauer in naher Zukunft zum Beispiel im Wareneingang weitere Verbesserungspotenziale erschließen und auf der Basis des bisher Erreichten ganz konkret angehen.

Dipl.-Ing. Udo Moser ist Inhaber der ILS Integrated Logistics Systems in 76187 Karlsruhe.

(ID:336505)