Enttäuschungen Unerwartet starker Auftragsrückgang für deutsche Industrie

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Dass der Jahresbeginn für die deutsche Industrie so schlecht wird, hat wohl keiner gedacht. Es soll der stärkste Knick seit einem Jahr sein, wie die dpa sagt ...

Es knirscht und funkt in Deutschlands verarbeitender Industrie – und zwar schlimmer, als es die Experten vermutet haben. Hier die Details ...(Bild:  Fotolia RAW - stock.adobe.com)
Es knirscht und funkt in Deutschlands verarbeitender Industrie – und zwar schlimmer, als es die Experten vermutet haben. Hier die Details ...
(Bild: Fotolia RAW - stock.adobe.com)

Im Januar fielen die Bestellungen im verarbeitenden Gewerbe im Monatsvergleich um sieben Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) analysiert hat. Dieser Wert markiere den stärksten Rückgang seit einem Jahr. Analysten hatten im Schnitt mit einem deutlich kleineren Minus von höchstens 2,5 Prozent gerechnet. Im Dezember war der Auftragseingang in der Industrie noch um revidiert 5,9 (zuvor 6,9) Prozent gestiegen, wie es weiter heißt. Wie bereits in den vergangenen Monaten seien es einmal mehr schwankungsanfällige Großaufträge, welche die Entwicklung verzerrt hätten. Ohne diese Großaufträge wäre der Rückgang im Januar deutlich schwächer ausgefallen und hätte nach Angaben des Bundesamtes nur bei 2,7 Prozent gelegen. Vor allem aus dem Inland rutschten die Bestellungen um 13,2 Prozent ins Minus, wie das Bundeswirtschaftsministerium berichtet.

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Positiv entwickelt sich derzeit nur ein Industriesektor

Im Dezember war es infolge der Großaufträge noch zu einer kräftigen Zunahme um 14 Prozent gekommen. Die Aufträge aus dem Ausland gingen im Januar vergleichsweise geringfügig zurück (-2,3 Prozent). Die negative Entwicklung im Monatsvergleich liegt den Angaben zufolge an den deutlichen Rückgängen von Neuaufträgen im Maschinenbau sowie im Sektor Fahrzeugbau. Dort seien allerdings im Vormonat mehrere Großaufträge verzeichnet worden. Auch der Rückgang des Auftragseingangs im Bereich Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen belastet die Branchen. Positiv entwickeln sich lediglich die Auftragseingänge in puncto Herstellung von elektronischen Ausrüstungen, wie man erfährt. Im Jahresvergleich sanken die Aufträge im Januar um 2,6 Prozent. Analysten hatten hier mit einem Anstieg um 2,6 Prozent gerechnet. Im weniger schwankungsanfälligen und damit aussagekräftigeren Dreimonatsvergleich gingen die Ordereingänge im Verarbeitenden Gewerbe um 2,4 Prozent zurück. Analyst Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg wies darauf hin, dass es ohne Großaufträge im Dreimonatsvergleich ein leichtes Plus gegeben habe.

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