Prozessanalyse
Unsichtbares wird sichtbar

Von Stephanie Ltzen * 5 min Lesedauer

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BLG Logistics nutzt die automatisierte und anonymisierte Prozessanalyse von Motionminers für die Automobil- und Kontraktlogistik. Am Standort Hamburg wird der Seehafen- und Logistikdienstleister auf Basis der fundierten Datengrundlage eine komplette Halle einsparen. Die Kennzahlen fließen zusätzlich in Prozessplanungen für den dort entstehenden Neubau ein.

Infolge der Motionminers-Analyse wird die Übergabeinspektion, das Umrüsten von Reifen und die Fahrzeugaufbereitung, die bisher in zwei Hallen stattfand, unter einem Dach gebündelt werden.(Bild:  Marcus Walter)
Infolge der Motionminers-Analyse wird die Übergabeinspektion, das Umrüsten von Reifen und die Fahrzeugaufbereitung, die bisher in zwei Hallen stattfand, unter einem Dach gebündelt werden.
(Bild: Marcus Walter)

Das jüngste Motionminers-Projekt führt Kolja Dittmann (Senior Business Improvement Manager) und Thomas Nell (Senior Process Improvement Manager) der BLG zu dem trimodalen Autoterminal in Hamburg. Dort werden jährlich etwa 150.000 Fahrzeuge umgeschlagen, inklusive diverser Mehrwertdienstleitungen für Endkunden. Das leicht transportierbare Messequipment haben die beiden Improvement-Manager in einem Koffer dabei. Es umfasst acht Messsets (24 tragbare Sensoren) sowie 200 Beacons (zur Lokalisierung der Messdaten via Bluetooth). Das Projektziel umreißt Dittmann wie folgt: „Wir wollen Transparenz über die Flächeneffizienz, die Auslastung und die ergonomische Situation der Mitarbeitenden erlangen.“

Realdaten für hohe Glaubwürdigkeit

Nur zwei Wochen dauert die Messung der Bewegungsdaten. In diesem Zeitraum tragen acht freiwillige Mitarbeitende täglich jeweils drei Sensoren. Zwei sind mit Schweißbändern an den Handgelenken befestigt, einer am Gürtel. Die leicht installierbaren Bluetooth-Beacons sorgen für eine sichere Positionsbestimmung. Gemessen werden die Übergabeinspektion, das Umrüsten von Reifen und die Fahrzeugaufbereitung. Mit einem überschaubaren Aufwand für den Standort. Nell fasst das Feedback der Operativen zusammen: „Die Mitarbeitenden werden durch das Tragen der Sensoren in ihrem Tagesgeschäft nicht beeinträchtigt und beeinflusst. Durch die natürliche Integration in den Alltag entstehen valide Prozessdaten der gemessenen Abläufe.“