BME Unternehmen können bei Frachtkosten viel sparen

Redakteur: Stéphane Itasse

Unternehmen erzielen in ihren Vertragsverhandlungen mit Dienstleistern wie Reedereien und Speditionen bei weitem keine optimalen Ergebnisse. Die Preise für vergleichbare Produkte im Bereich Luft- und Seefrachten differieren je nach Verhandlungsergebnis um bis zu 100%, wie der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilt.

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Auch im Bereich nationaler und internationaler Straßengüterverkehr existierten Preisunterschiede von bis zu 50%. Wer das größte Frachtvolumen einkaufe, erziele nicht automatisch den besten Preis. So mancher Mittelständler verhandelt laut BME besser als ein Großunternehmen.

Diese Ergebnisse basieren auf der aktuellen Auswertung des Benchmarks „Einkauf von Frachten“, die der Verband im Juni 2009 erstellt hat, heißt es weiter. Die fortlaufende Untersuchung des BME beruhe auf den Aussagen von 70 Unternehmen und 90000 Datensätzen.

Preise für Frachten schwanken stark

Bei Frachten handle es sich um einen volatilen Markt. Preise seien nach drei Monaten überholt. BME-Hauptgeschäftsführer Dr. Holger Hildebrandt erläutert: „Die Kenntnis darüber, wie andere kleine, mittlere und große Verlader verhandeln und wie groß das eigene Potenzial bei Verhandlungen mit Transportdienstleistern ausfällt, ist für Einkäufer logistischer Dienstleistungen von unschätzbarem Wert.“

Der Einkauf erzielt Einsparpotenziale nicht ausschließlich durch klassische Verfahren wie Ausschreibungen, Auktionen und Verhandlungen, wie der BME erläutert. „Besonders in mittelständischen Unternehmen stellt die Bündelung der Bedarfe auf möglichst wenige Lieferanten ein probates Mittel zur Kostenreduzierung dar“, sagt Dr. Hildebrandt.

Professioneller Einkauf kann Kosten für Fracht senken

Insbesondere vor dem Hintergrund der Finanzkrise sollten Einkaufsentscheider verstärkt betriebsinterne Prozesse analysieren, um zu ergründen, weshalb das eigene Unternehmen höhere Frachtkosten als die Konkurrenz trägt, empfiehlt der BME. „Nur durch die Professionalisierung des Einkaufs lassen sich dauerhafte Partnerschaften zu Lieferanten aufbauen und so optimale Preis-/Leistungsverhältnisse erzielen“, meint Hildebrandt.

Der BME führt zur Unterstützung der Firmenmitglieder in jedem Quartal das Benchmark „Einkauf von Frachten“ durch. Als neutrale Plattform biete der Verband den Unternehmen die Möglichkeit, sich anonym mit anderen zu vergleichen. Dem Teilnehmer werde unter anderem anhand einer Prozentskala aufgezeigt, wo er sich im Vergleich der verhandelten Preise wiederfindet.

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