Tiefstand! US-Zölle belasten zusehends die deutschen Exporte

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Die aggressive Zollpolitik der USA wird langsam zur Belastung für Deutschland. Im Juli rangierte der Export auf dem tiefsten Stand seit Dezember 2021 ...

Die US-Zölle sorgen immer intensiver dafür, dass die Exportnation Deutschland konjunkturell in der Luft hängt. Hinzu kommen schlechtere Geschäfte mit China. Analysten breiten hier aus, wie die momentane Lage aussieht. Immerhin gibt es auch erste Hoffnungsschimmer ...(Bild:  Teterev)
Die US-Zölle sorgen immer intensiver dafür, dass die Exportnation Deutschland konjunkturell in der Luft hängt. Hinzu kommen schlechtere Geschäfte mit China. Analysten breiten hier aus, wie die momentane Lage aussieht. Immerhin gibt es auch erste Hoffnungsschimmer ...
(Bild: Teterev)

Der vierte Rückgang mit Blick auf die USA, dem immerhin wichtigsten Handelspartner Deutschlands, zeige, wie sehr die US-Handelspolitik die Exporteure schmerze. Der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Dirk Jandura, warnt: „Wir müssen es schaffen, neue Märkte zu erschließen und unsere Absatzwege weiter zu diversifizieren, sonst werden wir im globalen Wettbewerb weiter an Boden verlieren!“ Die allgemeine Stimmung trübt sich ein, wie auch das Ifo-Institut in seiner jüngsten monatlichen Umfrage feststellte. Dabei kam heraus, dass in der Exportwirtschaft Ernüchterung Einzug hält. Denn ein Zollsatz von 15 Prozent ist zwar weniger als befürchtet, bremst aber dennoch die Exportdynamik aus, so die Experten.

Hoffnung durch gesteigerte Maschinenproduktion

Etwas Hoffnung mache Volkswirten, dass die deutsche Industrieproduktion vor allem wegen eines Anstiegs im Maschinenbau mit einem Plus ins dritte Quartal gestartet ist und zugleich der Rückgang im Juni deutlich geringer ausfiel als zunächst berechnet. Dieser Zuwachs ließe darauf hoffen, dass die Industrie im dritten Quartal wieder positiv zum Wachstum beitragen könne. Allerdings liegt die Produktion immer noch um über zehn Prozent unter dem Niveau der Jahre vor der Pandemie. Und die schwachen Juli-Zahlen zum Auftragseingang trüben die Aussichten für die weitere Entwicklung durchaus ein, wie angemerkt wird.

Export in die europäischen Partnerländer macht Mut

Für Deutschlands Exporteure lief es im Juli unterdessen aber auch im Geschäft mit China und dem Vereinigten Königreich schlechter, hat man analysiert. Aber dass gleichzeitig die Lieferungen in die Euro-Partnerländer um 2,5 Prozent auf ein Volumen von 52 Milliarden Euro zulegten, ist nach Einschätzung von Szenekennern als positives Signal zu werten, dass die Exporte die Konjunktur wohl nicht so stark bremsen werden wie von manchem befürchtet. Insgesamt wurden den vorläufigen Ergebnissen der Wiesbadener Statistiker zufolge im Juli Waren aus deutscher Produktion im Wert von 130,2 Milliarden Euro ins Ausland geliefert. Das waren 0,6 Prozent weniger als im Juni 2025. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergab sich ein Plus von 1,4 Prozent.

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