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Die Situation an der Rampe wird völlig falsch interpretiert
Zeitfenstermanagement-Systeme können diesen Prozess unterstützen, aber nicht ersetzen“, sagt Dr. Victor Meier, Geschäftsführer von Cargoclix und Initiator der Umfrage. „Kein Zeitfenstersystem kann ineffiziente Prozesse verbessern oder einen Mangel an Rampen oder Personal ausgleichen.“
Insbesondere im Lebensmitteleinzelhandel sorgen Berichte von langen Abfertigungs- und Durchlaufzeiten, Personalmangel und einseitig auf den Handel optimierte Prozesse immer wieder für Schlagzeilen. Eine Überlagerung der gesamten Diskussion infolge dessen sei deshalb sogar wahrscheinlich, schlussfolgert die Studie. „Wir haben ein völlig verfälschtes Bild der allgemeinen Rampensituation“, ist Meier überzeugt und ergänzt: „Nicht Zeitfenstermanagement ist ein Problem, sondern offensichtlich das Zeitfenstermanagement im Lebensmitteleinzelhandel.“
Logistikdienstleister preistoleranter als Industrie und Handel
Ein weiteres Kapitel der Untersuchung widmet sich dem Thema Slotpreise; ein Kostenblock, der sich bei großen Food-Spediteuren auf monatlich bis zu 35.000 Euro summieren kann. Als maximale Obergrenze (Akzeptanzgrenze) wird von den Befragten ein durchschnittlicher Preis von 0,74 Euro betrachtet. Überraschend: Die Logistikdienstleister sind sogar etwas preistoleranter nach oben als die Industrie- und Handelsunternehmen. Immerhin würden 40,9 % aller befragten Spediteure bis zu 1 Euro pro Slot akzeptieren, während bei den Standortbetreibern nur 26,3 % dazu bereit sind. Allen voran im Lebensmitteleinzelhandel liegen die aktuellen Preise von etwa 2,50 Euro pro Slotbuchung damit rechnerisch um immerhin 238 % über der Akzeptanzgrenze.
Befragt wurden im Rahmen der Umfrage 19 Cargoclix-Kunden (Standortbetreiber) aus allen Branchen sowie 22 Logistikdienstleister. Die Untersuchung „Zeitfenstermanagement: Wartezeiten – Durchlaufzeiten – Preise" steht kostenlos zum Download zur Verfügung.
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