Mehr als nur bremsen Warum der Anhalteweg bei FTF eine Systemfrage ist
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Damit fahrerlose Transportsysteme sicher unterwegs sind, müssen sie zuverlässig zum Stehen kommen. Doch der Anhalteweg ist keine Konstante sondern Ergebnis eines Zusammenspiels aus Sensorik, Steuerung und Mechanik. Kurze Schaltzeiten der Bremsen und eine intelligente Überwachung sind entscheidend für die Sicherheit.
Damit fahrerlose Transportsysteme (FTS) auf ihrem Weg durch die Fabrikhallen immer zielgerichtet anhalten und keinen Schaden an Material oder Personen verursachen, sind zuverlässige und exakt arbeitende Sicherheitsbremsen unabdingbar. Die Anforderungen aus den gängigen Normen sind klar: Das Bremssystem muss das fahrerlose Transportfahrzeug (FTF) auch unter ungünstigen Bedingungen wie maximaler Nennlast oder bei einem Gefälle sicher innerhalb der Sensorreichweite zum Stillstand bringen können. Grundlage dafür sind Sicherheitsbremsen, die nach dem Fail-Safe-Prinzip arbeiten. Sie sind im energielosen Zustand durch Federkraft sicher geschlossen und bringen das geforderte Bremsmoment auch bei Not-Stopp, Stromausfall oder Kabelbruch zuverlässig auf.
Theorie und Praxis des Anhaltewegs
Der gesamte Anhalteweg eines Fahrzeugs ist jedoch länger als der reine Bremsweg. „In der Theorie entfällt ohne Fahrer der menschliche Reaktionsweg und die Bremse würde bei entsprechender Anforderung sofort einfallen und das Fahrzeug verzögern“, erläutert Andreas Merz, Produktmanager bei Mayr Antriebstechnik in Mauerstetten. „In der Realität hat aber jede Bremse eine bestimmte Tot- bzw. Schaltzeit, die sogenannte t1-Zeit, während der sich das Bremsmoment aufbaut. Hinzu kommen die Totzeiten der vorgelagerten Sensorik, der Steuerung und des Bremsschützes.“
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