Letzte Meile Warum Paketautomaten zur Pflichtinfrastruktur werden
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Europa steht vor einem Wendepunkt in der Paketzustellung. Steigende Volumina, Recommerce-Boom und strukturschwache Paketshops treiben die Nachfrage nach Paketautomaten – doch in Deutschland bremst ein bürokratischer Flickenteppich den dringend nötigen Ausbau.
Eine aktuelle Kearney-Analyse zeigt: Das Potenzial ist enorm, die Zeit zu handeln ist jetzt – denn die Paketzustellung in Deutschland und Europa verändert sich grundlegend. E-Commerce-Plattformen wie Amazon, Temu und Shein treiben die Paketvolumina in neue Höhen. Gleichzeitig boomt der Recommerce über Vinted und E-Bay, während Modehändler wie Zalando, H&M und Zara mit retourenintensiven Warenströmen die klassischen Zustellmodelle unter Druck setzen. Die Folge: Ein auf Haustürzustellung und Paketshops aufgebautes Netz nähert sich seiner Kapazitätsgrenze.
Paketshops sind nach wie vor der meistgenutzte Out-of-Home-Kanal (OOH) in Europa – und werden besonders für ältere Bevölkerungsgruppen relevant bleiben. Doch die strukturellen Grenzen sind unübersehbar. Die Abwanderungsrate liegt bei 15 bis 20 Prozent pro Jahr: Händler kündigen den Paketservice, weil der Aufwand zu groß und der Flächenbedarf zu hoch ist. Die meisten attraktiven Standorte sind bereits vergeben oder haben kein Interesse am Paketgeschäft. Hinzu kommen begrenzte Öffnungszeiten, Warteschlangen zur Mittagszeit und ein Service, der mit steigenden Paketvolumina zunehmend unzuverlässiger wird.
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