Leasing
Wenn der Immobilieninvestor abwinkt

Von Klaus Busch * 4 min Lesedauer

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Kostensteigerungen, schleppende Umsätze, Investitionsstau: Die aktuelle Krisensituation bringt Logistikunternehmen in Liquiditätsprobleme. Um diese zu beheben, wollen viele Unternehmen das fehlende Kapital aus ihrem selbstgenutzten Immobilieneigentum ziehen. Aber je spezieller das Objekt auf das Unternehmen zugeschnitten ist, desto größer werden die Schwierigkeiten bei einem Verkauf an einen Investor. Zudem geht mit dem Verkauf die Kontrolle über die Immobilie verloren. Welche Alternativen gibt es?

Beispielhafter Ablauf eines Sale-and-lease-back im Immobilienleasing.(Bild:  Core Solutions)
Beispielhafter Ablauf eines Sale-and-lease-back im Immobilienleasing.
(Bild: Core Solutions)

Unternehmen müssen sich flächendeckend mit stark gestiegenen Kosten für Energie, Rohstoffe, Verbrauchsmaterialen oder Gehälter auseinandersetzen. Hinzu kommen finanzielle Belastungen, weil Modernisierungen, Digitalisierungsprojekte oder Ersatzbeschaffungen anstehen. Immer dringlicher werden zudem Investitionen in Nachhaltigkeit, etwa in Energieeinsparmaßnahmen, grüne Energieversorgung oder Lademöglichkeiten für Elektromobilität. Währenddessen drückt die schwache Konjunktur auf Umsätze und Gewinne. Dadurch kann es auch bei an sich gesunden Unternehmen zu finanziellen Engpässen kommen.

Doch nicht nur wirtschaftliche Not führt zu einer Verkaufsentscheidung: Viele Logistikunternehmen sind weiter auf Wachstumskurs und benötigen Kapital für die Expansion oder wollen in Maschinen, Anlagen und neue Geschäftsmodelle investieren. Um ihren Kapitalbedarf zu decken, erwägen viele Logistikunternehmen einen Verkauf ihrer Immobilie, um sie anschließend zurück zu mieten. Das setzt zunächst einmal große Summen frei.