Supply-Chain-Management
Wie der Einzelhandel eine transparente Lieferkette sicherstellen kann

Von Timo Altstadt 3 min Lesedauer

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Um Lieferkettenproblemen in der Vorweihnachtszeit vorzubeugen, benötigen Unternehmen eine transparente Supply Chain. Intelligente Technologien mit Tracking-Funktionen, künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen helfen, Verzögerungsrisiken frühzeitig zu erkennen, bessere Entscheidungen zu treffen und die Reaktionsgeschwindigkeit zu erhöhen. Das Ergebnis: pünktliche Lieferungen, zufriedene Kunden und damit letztlich mehr Umsatz.

Karte von Containerschiffen vor dem Panamakanal. Am 1. November wurde die Schiffskapazität im Kanal weiter auf 25 Schiffe täglich begrenzt – 30 Prozent weniger als die ursprüngliche Kapazität.(Bild:  Project44)
Karte von Containerschiffen vor dem Panamakanal. Am 1. November wurde die Schiffskapazität im Kanal weiter auf 25 Schiffe täglich begrenzt – 30 Prozent weniger als die ursprüngliche Kapazität.
(Bild: Project44)

Mit der Vorweihnachtszeit steht die Hochphase des Einzelhandels vor der Tür. Den Anbietern eröffnet diese Jahreszeit enorme Umsatzchancen: Der Hauptverband des deutschen Einzelhandels (HDE) prognostiziert für die Monate November und Dezember 2023 Einnahmen von rund 120,8 Milliarden Euro. Allerdings kam es in den letzten Jahren immer wieder zu Störungen der Lieferketten. Daten von Project44 zufolge lag die One Time Performance (OTP), die Messgröße für die Pünktlichkeit der Paketzustellungen, in der Vorweihnachtszeit des Jahres 2019 bei 87 Prozent. 2021 waren es nur noch 75 Prozent.

Vor allem in Zeiten hoher Auftragsvolumina und steigender Kundenerwartungen erschweren es die anhaltenden Engpässe auf der Angebotsseite den Einzelhändlern, die Erwartungen der Kunden an eine pünktliche Lieferung zu erfüllen. Auch durch extreme Witterungsbedingungen, den Arbeitskräftemangel und Wartezeiten beim Zoll kann es zu Lieferverzögerungen kommen. Da die Speditionsdaten oft über verschiedene Orte verstreut sind, ist es schwer für die Einzelhändler, den Status der Lieferungen nachzuvollziehen. Zudem fehlt es ihnen an der nötigen Flexibilität, um Änderungen vorzunehmen, die vor allem durch die zunehmende Diversifizierung der Last-Mile-Spediteure immer häufiger werden.