Moderne Führungskräfte haben den Mehrwert von Daten bereits erkannt. Sie wissen, wie entscheidend die Nutzung von Daten für den Geschäftserfolg sein kann. Von der Vorhersage von Verkaufstrends über die Optimierung von Geschäftsabläufen bis hin zur Verbesserung von Dienstleistungen und Services liefern Daten den Unternehmen genau die Einblicke, die sie benötigen, um sich von der Konkurrenz abzuheben.
Mithilfe intelligenter Transportmanagement-Plattformen können Unternehmen intelligentere Entscheidungen treffen, die auf echten Daten und nicht auf einem „Bauchgefühl“ basieren.
(Bild: Transporeon)
Trotz dieser bahnbrechenden Erkenntnisse treffen 58 Prozent der Unternehmen mindestens die Hälfte ihrer Geschäftsentscheidungen auf der Grundlage ihres Bauchgefühls und nicht auf der Grundlage von Daten und handfesten Informationen. Doch während einige Unternehmen 70 Prozent ihrer Entscheidungen aus dem Bauch heraus treffen, gibt es durchaus auch Unternehmen, die bereits relevante Informationen und Daten als Grundlage für 60 Prozent ihrer Entscheidungen nutzen.
Gerade in der Logistikbranche haben die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und die andauernde Erholung davon die dringende Notwendigkeit einer datengesteuerten Kultur in den Unternehmen deutlich gemacht. Es reicht dabei nicht aus, lediglich Zugang zu Daten zu haben. Die Datennutzung muss stattdessen zu einem zentralen Bestandteil der Logistikabläufe und in die Struktur des Unternehmens integriert werden.
Wie McKinsey sagt, muss sie „in jede Entscheidung, jede Interaktion und jeden Prozess eingebettet werden“. Dennoch profitiert die Logistikbranche immer noch nicht ausreichend von den Erkenntnissen, die diese Daten liefern. Wie also können Unternehmen in der Logistikbranche diesen Punkt erreichen? Wie können sie mithilfe von Daten all die Herausforderungen meistern, die sie bislang zurückgehalten haben, und das Potenzial von Echtzeitintelligenz voll ausschöpfen?
Der Weg zu datengestützten Entscheidungen
Abgesehen von dem erforderlichen Kulturwandel besteht eine der größten Herausforderungen bei der datengestützten Entscheidungsfindung in der Zusammenführung von Daten aus vielen unterschiedlichen Systemen. Fast drei Viertel (71 Prozent) der Logistiker sehen dies als den größten Faktor, der sie daran hindert, Daten in verwertbare Erkenntnisse umzuwandeln, gefolgt von einem Mangel an geschulten Analytikern (48 Prozent) und schlechter Datenqualität (42 Prozent).
Laut einer anderen aktuellen Studie sind finanzielle Zwänge und mangelnde technische Fähigkeiten die beiden größten Hindernisse für die Einführung von Echtzeitdaten – ein weiterer Beleg für die Herausforderungen, denen sich Unternehmen der Branche gegenübersehen.
Die gute Nachricht ist, dass Logistikunternehmen die Notwendigkeit erkannt haben, Echtzeitdaten in ihrem gesamten Betrieb zu nutzen. In der Tat sind 82 Prozent der Meinung, dass genaue ETAs (Estimated Time of Arrival) unerlässlich sind, um Lieferketten und Abläufe effizienter zu gestalten. Nichtsdestotrotz besteht ein erheblicher Unterschied zwischen dem bloßen Erkennen von Ereignissen und der Möglichkeit, diese Informationen sofort und effektiv zu nutzen.
Echtzeitdaten statt Bauchgefühl: Der Weg zu datengestützten Entscheidungen ist nicht so weit, wie viele glauben.
(Bild: Transporeon)
Hierbei beginnen moderne Transportmanagement-Plattformen wie Transporeon eine wichtige Rolle zu spielen. Diese intelligenten Plattformen, die verschiedene Elemente der Lieferkette in sich zusammenführen, können die Grundlage für eine datengestützte Entscheidungsfindung bilden und fungieren im Wesentlichen als Betriebssysteme für große Transportnetzwerke in der Cloud. Dieser Ansatz verbindet verschiedene Akteure der Branche wie Verlader, Spediteure, Logistikdienstleister und andere Beteiligte miteinander, damit sie miteinander kommunizieren, Daten austauschen und intelligentere Entscheidungen auf der Grundlage eines größeren Datenbestands treffen können.
Je mehr Akteure an einem solchen Netzwerk beteiligt sind, desto mehr Daten können generiert und analysiert werden, um einen geschäftlichen Nutzen zu erzielen – von der Optimierung des Be- und Entladens durch intelligentes Slot-Management bis hin zur Skalierung des Betriebs und der Reduzierung von Emissionen. Werfen wir also einen genaueren Blick darauf, wie Unternehmen das Beste aus ihren Transportmanagementdaten herausholen und ihre Abläufe wie noch nie zuvor verbessern können.
Das Potenzial von Daten freisetzen
Der Vorteil des Zusammenführens wichtiger Services und Tools in einer umfassenden Plattform besteht darin, dass sie einen 360-Grad-Einblick in die Abwicklung von Frachttransportprozessen bietet. Der Zugang zu diesen Daten bedeutet für Unternehmen eine ganze Reihe an Vorteilen und ermöglicht ihnen zum Beispiel, ihre Marktleistung genau zu analysieren. Da mehrere Akteure an eine einzige Plattform angeschlossen sind, die jährlich Millionen von Echtzeittransaktionen verarbeitet, können Unternehmen ihre eigene Leistung mit der ihrer Konkurrenten oder des gesamten Marktes vergleichen.
Stand: 08.12.2025
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Der Schlüssel zur erfolgreichen Verarbeitung von Daten ist Kontext. Unternehmen müssen die gesammelten Daten in einen Kontext bringen, indem sie sie mit klar definierten KPIs (Key Performance Indicators) abgleichen, die mit den gewünschten Ergebnissen und Geschäftszielen verknüpft sind. Im Transportbereich gehören die pünktliche Lieferung und Ankunft, die Transportausgaben nach Verkehrsträger, die Vorlaufzeit und die Annahmequote von Transportausschreibungen zu den üblichen KPIs. Diese KPIs können dann mit externen, netzwerkweiten Benchmarks verglichen werden, um den Unternehmen zu zeigen, wie sie im Vergleich zu ihren Wettbewerbern abschneiden.
Der wahre Wert einer datengesteuerten Strategie entsteht jedoch dann, wenn Unternehmen zusätzlich Künstliche Intelligenz, Machine Learning und Visualisierungs-Tools einsetzen. Dies eröffnet ihnen neue Einblicke in ihre Geschäftsabläufe und gibt Empfehlungen, wie sie diese optimieren können. Dazu kann eine Reihe von Maßnahmen gehören: die Überwachung der branchenweiten Frachtausgaben und Ausschreibungsraten, um den Frachtbeschaffungsprozess zu optimieren; der Einsatz KI-gestützter intelligenter Ausschreibungen, um autonome Ausschreibungen zu ermöglichen; oder die Analyse netzwerkweiter Kapazitätsinformationen, um Leerkilometer zu reduzieren.
Letztlich liegt es an den Unternehmen in der Logistikbranche, eine Data-First-Kultur zu etablieren. Hermann Ude, ehemaliger CEO von DHL Global Forwarding und Mitglied des Vorstands der Deutschen Post AG, sagt: „Die Logistik muss datengesteuerter werden, um eine intelligentere und effizientere Nutzung und Zuweisung von Kapazitäten zu erreichen.“
Durch die Wahl einer modernen, intelligenten Transportmanagement-Plattform als Grundlage eines Netzwerks, das Echtzeitdaten Priorität einräumt, können Unternehmen Einblicke gewinnen, die ihnen helfen, Kosten und CO2-Emissionen zu senken, den Service zu verbessern, Risiken zu mindern und vieles mehr. Damit können sie endlich intelligentere Entscheidungen treffen, die auf tatsächlichen Daten und nicht auf ihrem Bauchgefühl basieren.
* Stephan Sieber ist Geschäftsführer der Transporeon GmbH in 89075 Ulm, Tel. +49 731 169060, info@transporeon.com