Metamorphose der Fertigung
Wie moderne Technologie die Lieferketten widerstandsfähiger macht

Von Wolfgang Kobek * 4 min Lesedauer

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Der Fertigungssektor, darunter auch die Lebensmitteindustrie, befindet sich in einem tiefgreifenden Umbruch. Die Wirtschaft steht weltweit unter Druck, der Klimawandel und internationale Konflikte befeuern die Inflation und treiben die Rohstoff-, Energie- und Transportkosten an, was globale Lieferketten dauerhaft aus dem Gleichgewicht bringt.

Der niederländische Ziegenkäseproduzent Amalthea verbessert mit der genauen Überwachung und Steuerung des Herstellungsprozesses seinen Käseertrag.(Bild:  Amalthea)
Der niederländische Ziegenkäseproduzent Amalthea verbessert mit der genauen Überwachung und Steuerung des Herstellungsprozesses seinen Käseertrag.
(Bild: Amalthea)

Gleichzeitig schrumpfen die Margen der Unternehmen, was die Rentabilität gefährdet. Hinzu kommt die stärkere Regulierung in vielen Bereichen, die die Komplexität in Unternehmen zusätzlich erhöht. Inmitten dieser Herausforderungen müssen Hersteller ihr Lieferkettenkonzept überdenken. Sie suchen nach Innovationen, um den unvermeidlichen Wandel erfolgreich zu bestehen. Laut einer neuen Studie von Pricewaterhouse Coopers (PwC) planen sie die Transparenz zu erhöhen, künstliche Intelligenz (KI) und Robotik zu integrieren und alle Stakeholder miteinander zu vernetzen, um Probleme schneller zu erkennen und zu beheben.

Auch Technologien verändern die Funktionsweise von Lieferketten in der Lebensmittelindustrie grundlegend: Die Sammlung und Analyse von Daten führt zu neuen Einblicken und wertvollen Erkenntnissen. Diese liefern die Basis für bessere Entscheidungen in Bezug auf eine optimierte Planung, mehr Resilienz sowie Produktivitätssteigerungen. Führungskräfte von Unternehmen, die eine Vorreiterrolle bei dieser Neuausrichtung spielen, erwarten laut PwC Kostensenkungen in der Lieferkette von 19 Prozent und ein Umsatzplus von 16 Prozent.