Suchen

Einkauf

7 Tipps für ein erfolgreiches Einkaufs-Spiel

Seite: 8/8

Firmen zum Thema

7. Hochwertige Informationen bereitstellen

Deutlich verbessert hat sich in den letzten Jahren das Informations-Management dank solcher Systeme wie der Ein-kaufsvolumenanalyse („Spend Management“). Schaut man sich aber die Auswertungen der Systeme an, dann registriert man oft eine unbefriedigende Datenqualität. So erfordert es zum Beispiel in vielen Unternehmen noch immer viel Zeit das Einkaufsvolumen eines Lieferanten konsolidiert darzustellen – zum Beispiel, weil derselbe Lieferant in unterschiedlichen Schreibweisen mehrfach ins System aufgenommen wurde. Die Einkaufsleiter sollten deshalb vor dem Einführen weiterer Systeme ihre Aufmerksamkeit dem Verbessern der Stammdatenqualität widmen. Hilfreich ist zum Beispiel das verbindliche Einführen eines eindeutigen Lieferantenschlüssels wie der DUNS-Nummer auf allen Lieferantenrechnungen. Mit einem solchen „Schlüssel“ kann man das Einkaufsvolumen pro Lieferant eindeutig und ohne größere Anstrengungen ermitteln.

Fazit

Die „Qualität“ einer Einkaufsabteilung zeigt sich nicht darin, ob sie mit mehr oder minder großem Aufwand solche „Sahnehäubchen-Themen“ wie Green Procurement umsetzt. Diese „neuen“ Einkaufsthemen haben zwar ihre Berechtigung – jedoch nur, wenn der Einkauf zuvor seine Hausaufgaben gründlich erledigt hat. Um auch künftig erfolgreich zu sein, sollte der Einkauf sich deshalb zunächst auf seine wesentlichen und naheliegenden Aufgaben besinnen und diese in Angriff nehmen – getreu der alten Fußball-Weisheit: Meist findet eine Mannschaft am ehesten über den Kampf zum Spiel.

Dr. Bernhard Höveler ist geschäftsführender Gesellschafter der auf Beschaffungsoptimierung spezialisierten Beratungsgesellschaft Höveler + Nold Consulting in 40549 Düsseldorf

(ID:377061)