Standortwahl 70 Prozent der Betriebsverlagerungen gingen 2024 ins Ausland

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Beim Systemdienstleister Harder Logistics steigt der Anteil an Firmen- und Werksverlagerungen ins Ausland unaufhörlich. Die innerdeutschen Betriebsverlagerungen gehen dagegen zurück.

Auf dem eigenen, 30.0000 Quadratmeter umfassenden Grundstück im Gewerbegebiet Riffelbank entstehen aktuell eine 10 Meter hohe und 4.800 Quadratmete große Logistikhalle, ein Bürogebäude und weitere Logistikaußenflächen.(Bild:  Harder Logistics)
Auf dem eigenen, 30.0000 Quadratmeter umfassenden Grundstück im Gewerbegebiet Riffelbank entstehen aktuell eine 10 Meter hohe und 4.800 Quadratmete große Logistikhalle, ein Bürogebäude und weitere Logistikaußenflächen.
(Bild: Harder Logistics)

Im Oktober 2025 will der Systemdienstleister Harder Logistics aus Neu-Ulm soweit sein: Dann endlich soll der neue Hauptsitz mit umfassenden Lagerkapazitäten im Neu-Ulmer Gewerbegebiet Riffelbank bezugsfertig sein. Auf dem eigenen, 30.000 Quadratmeter umfassenden Grundstück entstehen aktuell eine 10 Meter hohe und 4.800 Quadratmeter große Logistikhalle, ein Bürogebäude und weitere Logistikaußenflächen. Schlanke 9 Millionen Euro investiert Harder in die neue Liegenschaft. Wie es heißt, fließt ein Mix von Nachhaltigkeitsmaßnahmen in den Bau ein, inklusive, und wie könnte die heute fehlen, einer großflächigen PV-Anlage.

Wir verfügen in Ulm und Neu-Ulm aktuell außerdem über gut 25.000 Quadratmeter zusätzliche Lagerflächen.

Marcello Danieli, geschäftsführender Gesellschafter bei Harder Logistics

Die zusätzliche Lagerfläche soll perspektivisch im neuen Headquarter entwickelt werden, wo ausreichend Ausbaumöglichkeiten zu Verfügung stehen, wie es heißt. Schon seit 2022 betreibt Harder Logistics auf dem Gelände im Neu-Ulmer Gewerbegebiet Riffelbank eine vollautomatisierte Containerlagerhalle, die mit etwa 210 Containern in 2024 eine Auslastung von 85 Prozent erreichte.

Beim den Baustart symbolisierenden „Spatenstich“ (v.l.): Marcello und Johannes Danieli (beide Harder Logistics), Alexander Müller und Susanna Haringer (beide Blautal Bauunternehmen).(Bild:  Harder Logistics)
Beim den Baustart symbolisierenden „Spatenstich“ (v.l.): Marcello und Johannes Danieli (beide Harder Logistics), Alexander Müller und Susanna Haringer (beide Blautal Bauunternehmen).
(Bild: Harder Logistics)

Im vergangenen Jahr hat Harder über 500 Einzelprojekte gestemmt. Dazu haben vor allem Verlagerungen von Fertigungslinien, Anlagen und Maschinen inklusive deren De- und Remontage gehört. Anhand der Zusammensetzung des Auftragsvolumens verfestigt sich für Danieli der Trend der Abwanderung deutscher Firmen. „In 2024 lag der Anteil der Verlagerungen ins Ausland auf einem Rekordniveau von 70 Prozent, die innerdeutschen Umzüge kamen auf lediglich 30 Prozent. Die Destinationen waren vornehmlich Italien, Rumänien, Australien und die USA“, so Danieli.

Langfristige Internationalisierungsstrategie

Für 2025 erwartet Danieli aufgrund der anhaltend geringen Investitionsfreude in Deutschland weniger Werksneubauten und demzufolge ein weiter sinkendes Verlagerungsgeschäft im Inland. „Für unser Unternehmen gehen wir für dieses Jahr von einem kleinen Wachstum von drei bis fünf Prozent aus, das vornehmlich durch ausländisches Geschäft geprägt sein wird“, erklärt Danieli. Um dieses zu erreichen, treibt Harder Logistics eigenen Angaben zufolge seine 2024 eingeschlagene Internationalisierungsstrategie konsequent voran. Der geschäftsführende Gesellschafter geht davon aus, dass diese in zwei bis drei Jahren ihre volle Wirkung entfaltet und deutlich mehr ausländische Aufträge generiert werden, darunter aus den USA, Mexiko und Indien.

Als „sehr gute Entscheidung“ bewertet Danieli die etwa 2 Millionen Euro umfassende Investition in einen elektrischen Industriekran mit einer Tragfähigkeit von 40 Tonnen, der sich Remote Control steuern lässt, sowie in ein Ladekranfahrzeug. „Diese sind regelmäßig bei unseren Verlagerungsprojekten im Einsatz und erreichten schon im ersten Betriebsjahr eine Auslastung von mehr als 50 Prozent.“ Kurz bevor stehe die Auslieferung eines selbstfahrenden Transportfahrwerks mit einer Tragfähigkeit von 15 Tonnen, mit dem sich Anlagen und Maschinen noch effizienter und schonender bewegen ließen, wie es heißt.

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