Langgutlager Automatisches Langgutlager für Kleinmaterialien
Ein automatisches Langgutlager, das sich auch zur Einlagerung von Kleinmaterialien eignet: Vor diese Aufgabe wurde die de Man Industrie-Automation GmbH in Borgholzhausen von einem Fensterbaubetrieb gestellt. Als Kern der Lösung entwickelte de Man ein speziell ausgestattetes Kragarmregal.
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Ein Hersteller hochwertiger Fenster- und Haustürelemente wollte in seinem Werk das bislang manuell bestückte Lager, bestehend aus drei Kragarmregalen mit einer Höhe von 2,20 m, automatisieren lassen. Eingelagert werden hier sowohl Rohmaterialien als auch auftragsbezogene Ware. Durch die Automatisierung erhoffte sich das Unternehmen eine höhere Effizienz und Umschlagrate. Besondere Herausforderung: Auch Kleinmaterialien in Form von Zubehörteilen sollten hier bei Bedarf eingelagert werden können.
Einlagerung in Wannen erhöht die Flexibilität
Bei der Ausschreibung dieses Projekts setzte sich de Man mit seiner Lösung durch. Diese sah vor, dass für die Lagerung von Langgut die Form des Kragarmregals beibehalten wurde. Dieses Kragarmregal wird mit wannenförmigen Blechtablaren bestückt, so dass nicht nur Langgut, sondern auch kleine Zubehörteile untergebracht werden können. Das neue eingassige Lager bietet zwei Lagerblöcke mit 16 beziehungsweise 18 Ebenen übereinander und verfügt über eine Gesamtkapazität von 34 Stellplätzen.
Das Lager hat eine Gesamthöhe von 7,50 m und eine Länge von 8,50 m. Es wird einfachtief eingelagert. Das Lagergut wird auf den wannenförmigen Blechtablaren mit den Abmessungen 670 mm × 500 mm × 250 mm deponiert. Auf diese Weise können, wie vom Kunden gewünscht, auch Kleinteile problemlos eingelagert werden.
Liftsystem lagert Ladungseinheiten ein und aus
Die Wannen werden über eine von Hand angesteuerte, pneumatisch bewegte Rollenbahn auf das Liftsystem befördert, mit dem die Ladungseinheiten innerhalb des Regalsystems ein- und ausgelagert werden. Das Liftsystem besteht im wesentlichen aus zwei Säulen, an denen Führungen für das Lastaufnahmemittel verschraubt sind. Das Lastaufnahmemittel bewegt sich vertikal zwischen den Säulen. Die Kraftübertragung vom Hubmotor auf das Lastaufnahmemittel erfolgt via Gelenkwellen und Ketten.
Die Ladungseinheiten werden mittels dreier Teleskope auf den Kragarmen im Regal abgesetzt. Die Teleskope sind auf dem Lastaufnahmemittel fest verschraubt und mittels einer durchgehenden Welle und einem Motor gemeinsam angetrieben. Die Einlagerung erfolgt nach dem chaotischen Lagerprinzip in die vom Materialflussrechner vorgesehenen Regalplätze.
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