Kommissioniertechnik
Automatisierte Pickrobotik ohne Anlernen

Von Jane Flohr * 4 min Lesedauer

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Mit der KI-basierten Pickrobotik von Sereact automatisiert der Logistikdienstleiser MS Direct erstmals die Kommissionierung am Port seines Autostores. Trotz über 60.000 SKU verarbeitet die Sereact-Lösung heute selbstständig rund 1.500 Aufträge täglich – auch im Nachtbetrieb. So steigert das Unternehmen Effizienz und Flexibilität, entlastet Mitarbeitende und automatisiert einfache, repetitive Pickprozesse.

Die KI-basierte Steuerung von Sereact kann neue und unbekannte Artikel ohne vorherige Datenerfassung verarbeiten.(Bild:  Sereact)
Die KI-basierte Steuerung von Sereact kann neue und unbekannte Artikel ohne vorherige Datenerfassung verarbeiten.
(Bild: Sereact)

Die MS Direct AG ist eine führende Fulfillment- und Logistikdienstleisterin mit Hauptsitz in St. Gallen (Schweiz). Seit 1978 unterstützt das Unternehmen Onlinehändler mit skalierbaren Lösungen in den Bereichen E-Commerce-Fulfillment, Cross-border-Logistik und Retourenmanagement. Mit über 600 Mitarbeitenden an mehreren Standorten in der Schweiz, Deutschland und Großbritannien verarbeitet MS Direct jährlich mehr als 32 Millionen Artikel und bearbeitet rund 17 Millionen Retouren. Das Unternehmen bietet umfassende Dienstleistungen, darunter Lagerung, Kommissionierung, Versand, Retourenabwicklung und digitale Lösungen, die speziell auf die Anforderungen von nationalen und internationalen Onlinehändlern zugeschnitten sind.

Artikelvielfalt im Lager erschwerte Automatisierung

Als 3PL-Dienstleister betreibt MS Direct an mehreren Standorten in der Schweiz und in Süddeutschland hochfrequentierte Fulfillment-Center für namhafte Marken aus dem E-Commerce. Im größten Lager in Arbon (Schweiz) ist ein Autostore-System von Kardex mit über 60.000 verschiedenen Stock Keeping Units (SKU) im Einsatz. Diese große Artikelvielfalt stellte die weiteren Automatisierungsschritte im Pick-Bereich vor eine große Herausforderung: Viele der zahlreichen Artikel, welche über unterschiedliche Größen, Verpackungen und Oberflächen verfügten, waren dem zuerst getesteten Pickroboter unbekannt, weshalb nicht die gewünschte Performance und Flexibilität erreicht wurde. Aus diesem Grund erfolgte die Kommissionierung bislang überwiegend manuell an acht der neun Ports.