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Hinzu kam die Suche nach erfahrenen Partnern für die tiefgreifende Umgestaltung der Unternehmensprozesse. Eine der damaligen Herausforderungen war, dass 3000 Lagerartikel existierten – für eine Eisengießerei eine extrem hohe Zahl. Die vielstufige Produktion mit unterschiedlichen Kapazitäten und Produktionszeiten machte die Planung kompliziert, längerfristige Absatzprognosen ließ der umkämpfte Markt nicht zu. Dennoch erwarteten die Kunden die zeitnahe Lieferung aller Aufträge oder zumindest verlässliche Liefertermine — ein Zielkonflikt.
Die Situation: Hohe Bestände bei gleichzeitig langen Durchlaufzeiten und einer unbefriedigenden Termintreue waren Symptome für die fehlende Transparenz im Leistungsprozess. Eine valide Planung mit verbindlichen Terminzusagen gegenüber Kunden war dem Unternehmen damals unmöglich.
Mit SCM-Profis lassen sich die Leistungsprozesse optimieren
Eine von den SCM-Beratern der Wassermann AG erstellte Potenzialanalyse überzeugte: Die Prognosen umfassten die Reduzierung der Kapitalbindung in Erzeugnissen und in Beständen, die Reduzierung des Personalaufwands für Planung und Steuerung sowie eine signifikante Produktivitätssteigerung – in Summe wurde eine Kostenreduktion von insgesamt 1,546 Mio. Euro errechnet und anvisiert.
Hinzu kamen Einmaleffekte durch die Freisetzung des bislang in überhöhten Beständen gebundenen Kapitals. In einem Jahr, so die Zusage von Wassermann, würde sich das Projekt über die erzielten Verbesserungen amortisiert haben.
Mitarbeiter von Verbesserungen beim Supply-Chain-Management überzeugen
Für eine erfolgreiche und nachhaltige Umsetzung mussten die 530 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von den anstehenden, tiefgreifenden Veränderungen überzeugt und für die neuen Prozesse motiviert werden. Das Change Management war daher von hoher Bedeutung. Dass die Berater von Wassermann selbst gestandene Praktiker waren und mit den Kollegen aus den unterschiedlichen Abteilungen auf Augenhöhe zusammenarbeiten konnten, war ein weiterer wichtiger Grund, sich für Wassermann zu entscheiden.
2008 startete das „Projekt Turbo“. Gemeinsam mit den Beratern erfolgte die Erstellung des Sollkonzepts mit neuer Aufbau- und Ablauforganisation. Eine SCM-Abteilung wurde konzipiert, Disposition und Bevorratungsstrategie festgelegt, eine neue Buchungslogik mit grundlegend überarbeitetem Rückmeldewesen definiert und die Aufbauorganisation neu strukturiert.
Die Ablauforganisation wurde jetzt durchgängig prozessorientiert ausgerichtet. Parallel implementierten die Wassermann-Consultants das APS-System Way RTS (Real-Time-Simulation) und passten es an die speziellen Bedürfnisse bei Georg Fischer Fittings an.
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