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Way RTS ließ sich problemlos auf das ERP-System Pro Alpha von Fischer aufsetzen — eine Lösung, die die Planungs- und Steuerungsprozesse in der Supply Chain mit leistungsfähiger Realtime-Szenariotechnik erleichtert. Mit der als bidirektionales Add-on integrierten Way RTS erhält das Unternehmen vollständige Transparenz über den Wertschöpfungsprozess, neue oder veränderte Daten werden in Echtzeit eingerechnet. Die Simulation unterschiedlicher Szenarien erleichtert die Auswahl optimaler Maßnahmen, weil deren Konsequenzen – auf die gesamte Supply Chain vorab, aber noch ohne Einfluss auf die operative Planung – genau geprüft werden können.
Visualisierungsfunktionen bereiten die Planungsergebnisse optimal auf, sodass der Anwender volle Transparenz über seinen Leistungsprozess erhält. Die Fokussierung auf kritische Abläufe in der Supply Chain ermöglicht eine schnelle Identifizierung und Beseitigung von Engpässen.
Die Mitarbeitermotivation ist immer von großer Bedeutung
Neben der organisatorischen und IT-technischen Dimension gab es ein weiteres Handlungsfeld für die SCM-Experten: Veränderungen lösen Angst aus. Teilweise war es deshalb schwer, den Mitarbeitern das Projekt nahezubringen. Neben Veranstaltungen und Präsentationen gab es viele vertiefende Einzelgespräche.
Allmählich zogen die Mitarbeiter mit: Erst nachdem Widersprüche in Form von Kennzahlen oder des Lohnsystems beseitigt waren, zeigten sie eine hohe Akzeptanz gegenüber den Plänen aus der SCM-Abteilung und richteten sich auf die neuen Arbeitsweisen nach den konzipierten Flussprinzipien ein — der hohe Aufwand zahlte sich aus.
Verbessertes Supply-Chain-Management bringt sichtbare Erfolge
Sichtbar wurde dies besonders im Außenlager und in der Produktionshalle: Wo sich zuvor Behälter voller Fittings bis zur Decke stapelten, sieht man nun aufgeräumte Gänge mit überschaubaren Stapeln von Halbfertigware, die zur Weiterverarbeitung ansteht.
Das Außenlager dagegen ist jetzt dicht besiedelt – mit leeren Behältern. Inzwischen weiß man bei Fischer gar nicht mehr, was mit den überflüssig gewordenen Behältnissen geschehen soll – ein anhaltender Erfolg bei der Bestandsreduktion.
29% weniger Kapitalbindung bei Fertigwaren und 35% bessere Liefertermintreue
In Zahlen ausgedrückt: Die Kapitalbindung im Bereich Halbfertigware und Umlaufbestände sank bei Fischer um 10%, bei den Fertigwaren sogar um 29%. Gleichzeitig konnte die Liefertermintreue um 35% gesteigert werden. Die höhere Transparenz in der Produktion zeigt deutliche Potenziale zur Effizienzverbesserung. Durch diese Erfolge amortisierte sich die APS-Einführung bereits sechs Monate nach Start des Echtbetriebs.
In Traisen ist man heute von der Entscheidung pro Wassermann überzeugt, auch wenn es möglicherweise Rückschläge geben wird. Wichtig sind vor allem die Kontinuität und die ständige Optimierung des SCM-Prozesses. Nachhaltige Kostensenkungen, die zu einer dauerhaften Optimierung des Free-Cash-Flow führen, sind dann nur noch eine Frage von kurzer Zeit.
Christian Wahnschaffe ist Managing Consultant bei der Wassermann AG in 80686 München
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