Unternehmenssoftware

Enterprise-Resource-Planning (ERP) – Definition, Arten und Vorteile

| Redakteur: Melanie Krauß

Enterprise-Resource-Planning (ERP) Systeme helfen dabei, Ressourcen und Geschäftsprozesse eines Unternehmens möglichst effizient zu planen.
Enterprise-Resource-Planning (ERP) Systeme helfen dabei, Ressourcen und Geschäftsprozesse eines Unternehmens möglichst effizient zu planen. (Bild: ©Jakub Jirsák - stock.adobe.com)

Was ist Enterprise-Resource-Planning (ERP) und wie wird es eingesetzt? Hier erfahren Sie, was Sie zum Thema wissen müssen – ein Überblick über Arten, Vorteile und Kosten von ERP-Systemen und worauf Unternehmen bei der Einführung achten sollten.

Definition: Was ist ein ERP-System?

Das Enterprise-Resource-Planning (ERP) oder kurz ERP-System dient dazu, Ressourcen wie Kapital oder Materialien sowie Geschäftsprozesse eines Unternehmens effizient und strategisch zu planen, zu steuern und zu kontrollieren. Dabei sollen das gesamte Unternehmen abgebildet und Fachbereiche aller Art direkt miteinander verbunden werden. Das intelligente System arbeitet computer- beziehungsweise IT- und teilweise auch webgestützt sowie auf Basis einer zentralen Datenverwaltung. Dabei muss das Enterprise-Resource-Planning (ERP) außerordentlich große Datenmengen speichern und verarbeiten.

Enterprise-Resource-Planning (ERP) zeichnet sich dadurch aus, dass es komplexe Prozesse innerhalb des Unternehmens effektiv und vor allem schnell plant. So gelingt es, diese wichtigen Vorgänge stets zeitnah unter Kontrolle zu halten. Ein ERP-System eignet sich je nach Lösung für eine Vielzahl von Unternehmen – vom Großkonzern über den Mittelstand bis hin zum Kleinunternehmen. Dabei gibt es kaum Grenzen der Branchen oder Wirtschaftszweige: Enterprise-Resource-Planning (ERP) kann fast überall nützlich sein. Anbieter von Enterprise-Resource-Planning-Systemen bieten auch diverse praktische Branchenlösungen an.

Abgrenzung zu Warenwirtschaftssystemen

Warenwirtschafts- und Enterprise-Resource-Planning-Systeme (ERP-Systeme) sind nicht dasselbe. Die Begriffe sollten daher auch nicht synonym verwendet werden. Der wesentliche Unterschied liegt in den Aufgaben der beiden Systemlösungen. Ein ERP-System deckt alle Fachbereiche und Ressourcen eines Unternehmens ab, während sich ein Warenwirtschaftssystem vorrangig auf Waren, Rohstoffe, Materialien und deren Lagerung konzentriert. Aufgrund der Aufgabenvielfalt ist Enterprise-Resource-Planning (ERP) in der Regel deutlich komplexer als ein Warenwirtschaftssystem.

Darüber hinaus greift ein ERP-System über das Unternehmen hinweg und bezieht auch Kunden und Lieferanten mit ein, die bei Bedarf selbstständig in das System eingreifen können, zum Beispiel Bestellungen aufgeben oder Lieferungen eintragen. Nicht zuletzt lässt sich Enterprise-Resource-Planning (ERP) auch bei Unternehmen einsetzen, die nicht nur mit Waren, sondern auch oder ausschließlich mit Dienstleistungen umgehen, zum bei Beispiel Banken, Versicherungen und im Gesundheitswesen.

Welche Einsatzmöglichkeiten für Enterprise-Resource-Planning (ERP) gibt es?

Das ERP-System deckt in Unternehmen im Idealfall alle Bereiche ab – von der Führung des Unternehmens über die Verwaltung bis hin zu allen Fachbereichen. Dazu zählen unter anderem:

  • Finanzen
  • Buchführung
  • Lohn- und Gehaltsabrechnung
  • Beschaffung
  • Einkauf
  • Vertrieb und Marketing
  • Materialwirtschaft
  • Bedarfsermittlung
  • Produktion
  • Forschung und Entwicklung
  • Customer-Relationship-Management
  • Anlagenwirtschaft
  • E-Commerce
  • Personalwesen
  • Finanz- und Rechnungswesen
  • Controlling
  • Qualitätsmanagement
  • Projektmanagement
  • Datenverwaltung und -management
  • und viele weitere

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