Datenfluss im Laserstrahl Forscher erreichen sichere Datenübertragung mithilfe von Licht

Quelle: Fraunhofer IPMS 2 min Lesedauer

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Mit „Li-Fi Grathus“ stellt das Fraunhofer-IPMS Neues vor, das Daten per Licht überträgt. Das System erreicht Geschwindigkeiten im Gigabit-Bereich und kann Daten gleichzeitig senden und empfangen!

Was man hier sieht, heißt „Li-Fi Grathus“. Dabei handelt es sich um ein schnelles Datenübertragungssystem, das mit Laserlicht statt Kabel oder Funk arbeitet. Es wurde in Dresden am Fraunhofer-IPMS entwickelt. Hier erfahren Sie viel zu dessen Vorteilen ...(Bild:  Fraunhofer IPMS)
Was man hier sieht, heißt „Li-Fi Grathus“. Dabei handelt es sich um ein schnelles Datenübertragungssystem, das mit Laserlicht statt Kabel oder Funk arbeitet. Es wurde in Dresden am Fraunhofer-IPMS entwickelt. Hier erfahren Sie viel zu dessen Vorteilen ...
(Bild: Fraunhofer IPMS)

In heutigen Industrieanlagen müssen Maschinen, Sensoren und Steuerungen immer schneller und zuverlässiger miteinander kommunizieren, beginnen die Forscher vom Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) ihren Bericht. Aber klassische Kabelverbindungen seien dabei oft unflexibel, während Funksysteme störanfällig sein können. Um beide Probleme zu umgehen, gibt es jetzt „Li-Fi Grathus“, wobei mit Licht gearbeitet wird. „Li-Fi“, erklären die Experten, steht dabei für Light Fidelity. Mit Datenraten von 1 Gigabit pro Sekunde (oder mehr) sowie einer Reichweite bis 10 Metern eigne sich das System für viele industrielle Anwendungen. Ein entscheidender Vorteil ist, wie betont wird, aber die extrem kurze und vorhersagbare Verzögerung (deterministische Latenz) von unter 100 Nanosekunden. Das bedeutet, dass die Daten praktisch in Echtzeit übertragen werden, was für Robotik und präzise Maschinensteuerung besonders wichtig ist, wie die Dresdener erklären.

Einfach in bestehende Systeme implementierbar

Und im Gegensatz zu WLAN oder anderen Funktechnologien arbeitet „Li-Fi Grathus“ eben mit entsprechenden Lichtsignalen. Das mache die Übertragung unempfindlich bei elektromagnetischen Störungen (EMV), wie sie in industriellen Umgebungen häufig auftreten würden. Auch kann das System gleichzeitig senden und empfangen (Vollduplex), was Zeitverluste vermeidet. Die neue Datenübertragungstechnik lässt sich außerdem auch noch ohne größere Umstellungen nahtlos in bestehende Anlagen und Netzwerke integrieren und unterstützt gängige Industriestandards (Profinet, Ethercat, Ethercat G und Sercos III), aber auch neuartiges Time Sensitive Networking (TSN). Außer Ethernet/Gigabit Ethernet stehen USB 3.0/3.1 sowie kundenspezifische Interfaces zur Verfügung, wie es weiter heißt. Ein zusätzlicher Seitenkanal mit einem Megabit pro Sekunde unterstütze dabei Management, Diagnose und Sicherheitssignale.

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