Mobile Roboter AGV und AMR sollten im Gesamtsystem geplant werden

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Immer mehr mobile Roboter lassen deren Einsatzplanung komplexer werden. Beim Verhalten der AGV und AMR im Zusammenspiel mit Layout, Materialfluss, Ladeinfrastruktur und Steuerung stoßen klassische Planungsansätze an Grenzen.

In dieser Simulation sind die Scanfelder der AGV für bevorstehende Kurvenfahrten zu sehen.(Bild:  Dualis)
In dieser Simulation sind die Scanfelder der AGV für bevorstehende Kurvenfahrten zu sehen.
(Bild: Dualis)

Wie Ralf Dohndorf, Vice President Factory Simulation beim Dresdner Software- und Dienstleistungsspezialist Dualis, erklärt, beginne bei vielen Projekten die Planung der mobilen Robotik mit der Frage, wie viele Fahrzeuge für eine bestimmte Transportleistung benötigt würden. Das greife aber zu kurz, denn im späteren Betrieb entscheide das Zusammenspiel verschiedener Einflussgrößen. Klassische Planung, beispielsweise über Excel, reiche für heutige Anforderungen längst nicht mehr aus. Häufig wirkten mehrere Fahrzeuge, unterschiedliche Auftragsprioritäten, begrenzte Pufferflächen, die Ladeinfrastruktur und weitere Automatisierungskomponenten zusammen. Schon kleinere Änderungen im Layout oder in der Auftragsstruktur könnten spürbare Auswirkungen auf Durchsatz, Wartezeiten und Auslastung haben. Und genau hier entfaltet die 3D-Simulationsplattform Visual Components und die Mobile-Robots-Bibliothek von Dualis ihre Stärken.

Unsere Simulationslösung dient nicht nur der Visualisierung, sondern ist ein Werkzeug für fundierte Entscheidungen.

Ralf Dohndorf, Vice President Simulation bei Dualis

Simulation wird in dem Fall zum Entscheidungswerkzeug: Unternehmen können so bereits vor der Umsetzung prüfen, wie viele Fahrzeuge tatsächlich benötigt werden, wo Engpässe entstehen und wie robust ein System bei Lastspitzen oder zukünftiger Skalierung arbeitet. Sie wissen damit also, wie sich das System unter realistischen Bedingungen verhält.

Integrierte 3D-Fabriksimulation

Wie Dualis-Mann Dohndorf erklärt, existierten im Markt spezielle Werkzeuge für die Planung mobiler Roboter, die sich für klar abgegrenzte Transportprozesse oder die isolierte Betrachtung einer Fahrzeugflotte eigneten. Eine umfassendere Bewertung des Gesamtsystems sei damit allerdings nur bedingt möglich.

Visual Components in Kombination mit der Dualis-Mobile-Robots-Bibliothek hingegen ermögliche, wie es heißt, eine integrierte 3D-Fabriksimulation, in der mobile Roboter gemeinsam mit weiteren Automatisierungskomponenten modelliert werden könnten. Die Simulation unterstütze Unternehmen dabei über den gesamten Projektverlauf hinweg – von der Konzeptphase über die Planung und Inbetriebnahme bis hin zur Optimierung im laufenden Betrieb. Simulationsergebnisse liefern demnach messbare Kennzahlen zu Durchsatz, Auslastung, Wartezeiten oder Energieverbrauch und schaffen eine belastbare Grundlage für Investitions- und Optimierungsentscheidungen.

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