Zu viel Papierarbeit
Umfrage zeigt digitale Lücken in der Logistik

Von Stefanie Nonnenmann * 4 min Lesedauer

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Die Digitalisierung der Logistikbranche kommt weiterhin langsamer voran als erwartet. Das ist eines der Ergebnisse des neu gestarteten Cargoclix Digitalization Monitor, den das Unternehmen ab sofort regelmäßig durchführt, um aktuelle Trends und Entwicklungen rund um das Thema Digitalisierung in der Logistikbranche zu erfassen und auszuwerten.

Viele Logistikunternehmen wollen in den kommenden Monaten KI- und Automatisierungsprojekte vorantreiben, scheitern jedoch unter anderem an personellen Ressourcen.(Bild:  Cargoclix)
Viele Logistikunternehmen wollen in den kommenden Monaten KI- und Automatisierungsprojekte vorantreiben, scheitern jedoch unter anderem an personellen Ressourcen.
(Bild: Cargoclix)

Laut der ersten Befragung unter 55 Cargoclix-Kunden, die im Februar durchgeführt wurde, arbeitet fast die Hälfte der Unternehmen zur Umsetzung ihrer Logistikprozesse noch immer überwiegend mit Papier. Gleichzeitig nutzen erst rund 25 Prozent KI-basierte Tools oder Prognoselösungen, obwohl Automatisierung und künstliche Intelligenz (KI) strategisch mit hoher Priorität gewichtet werden.

Die Umfrage zeigt, dass analoge Arbeitsweisen und komplexe Altsysteme die größten Hindernisse darstellen. Dies zeigt sich zum Beispiel im Dokumentenmanagement: Bei rund 45,5 Prozent der Unternehmen liegt der Anteil papierloser Abläufe bei weniger als 40 Prozent. Fast 35 Prozent berichten, dass tägliche Medienbrüche – etwa durch Excel-Tabellen, E-Mails oder Telefonate – den Betrieb deutlich erschweren. Drei Viertel der Betriebe bewertet zudem die Integration ihrer Kernsysteme wie ERP, Lagerverwaltung oder Zeitfenstermanagement überwiegend als niedrig oder mittelmäßig.