Direktverpacken Bauteile direkt in wiederverwendbare Verpackungen abfüllen

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Arnold Umformtechnik stellt jetzt bei Kleinteilen wie Verbindungselementen nach und nach auf Direktverpackung um: Bauteile werden anstelle von Polybeuteln direkt in wiederverwendbare Kleinladungsträger (KLT) gegeben und versandt.

Bauteile werden bei Arnold Umformtechnik direkt automatisiert in wiederverwendbare oder recycelfähige Verpackungen gefüllt und darin versandt.(Bild:  Arnold)
Bauteile werden bei Arnold Umformtechnik direkt automatisiert in wiederverwendbare oder recycelfähige Verpackungen gefüllt und darin versandt.
(Bild: Arnold)

Je nach Anwendungsfall erhalten die KLT bei Arnold Umformtechnik, seit 1994 Teil der Würth-Gruppe, entweder einen Deckel oder sie werden durch eine darauf gestapelte KLT-Box verschlossen – in diesem Fall erhält dann der gesamte Stapel einen Palettenabschlussdeckel. Die gesamte Palette wird dann noch mit Umreifungsband oder Stretchfolie gesichert, um das Herausfallen von Einzelteilen oder das Einbringen von Fremdteilen während des Transports zu verhindern. Und wo spezielle Anwendungen das Verpacken mit Polybeuteln erforderlich machen, wird das natürlich nach wie vor getan.

Verpacken ohne Polybeutel bringt mehrere Vorteile

Die polybeutelfreie Verpackung direkt im KLT ist nicht nur nachhaltiger, sondern bringt im Gesamtprozess mehrere Vorteile: Durch Standardisierung wird bei Arnold im Verpackungsprozess das Fehlerpotenzial minimiert und der Prozess sicherer. Polybeutel wurden bislang von Hand in der gewünschten Menge in den KLT gegeben. Nun erfasst die Sortieranlage per Sensor die Anzahl der dem jeweiligen KLT zugeführten Komponenten. Aktuell wird der befüllte Behälter noch von einem Mitarbeiter vom Band genommen und das Etikett mit den Produktinformationen eingelegt. Dieser Schritt ließe sich nun ebenfalls einfacher automatisieren, da ein Roboter KLT zuverlässiger greifen kann als Polybeutel. Durch den Verzicht auf diese Beutel lassen sich zudem die Füllmengen optimieren, wie es heißt.

Die Einsparung von Kunststoff ist außerdem ein wesentlicher Vorteil sowohl bei der Anschaffung als auch bei der Entsorgung. Gleichwohl ist die Umstellung für die Verbindungsexperten mit hohem Aufwand und hohen Kosten verbunden. Daher erfolgt die Umstellung schrittweise. Bislang wurden etwa 15 Prozent der Verpackungen auf Direktverpackung umgestellt, wie es heißt, weitere Produkte sollen nach und nach hinzukommen.

Und was haben die Kunden davon?

Kunden profitieren von der einfacheren Weiterverarbeitung durch die erleichterte Entnahme und somit einer Produktivitätssteigerung. Schnittverletzungen beim Öffnen von Polybeuteln gehören der Vergangenheit an. Die prozessoptimierte Verpackung zur Reduktion von CO2 und Folienabfällen ist für die Verbindungsexperten von Arnold ein weiterer Schritt in Richtung nachhaltiges Wirtschaften, das zum sozialen, ökologischen und ökonomischen Handeln des Unternehmens und langfristig zur Zukunftssicherung beiträgt.

(ID:50822313)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung